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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Montag, 11. Mai 2026

Angélique Letitzia: Das Teuerste, was du je kaufen wirst, ist das Leben, das du nie wirklich wolltest


Impulskäufe und falsche Wunschbilder
(AI, gemeinfrei)

Wir verkaufen unsere Seelen, indem wir einer Welt nachjagen, die aus Dingen besteht, die rosten, vergehen und verblassen, ohne jemals innezuhalten und zu erkennen, dass die Seele selbst der einzige Besitz ist, den wir je besitzen werden, der wirklich unbezahlbar ist. Das ist das große Paradoxon unserer Zeit: Das wertvollste, was wir tragen, behandeln wir als Währung. Wir geben sie für Status und die erschöpfende Illusion eines Lebens aus, das von außen erfolgreich wirkt, uns aber still von innen aussaugt – alles im Streben nach Dingen, die niemals genug sein werden. Die erschreckende Erkenntnis ist, dass die Welt genau darauf ausgelegt ist, diesen Handel zu fördern. Die digitale Welt wurde so konstruiert, dass sie uns verschlingt und von unserer Ablenkung profitiert. Jede Benachrichtigung, jede unendliche Rolle, jede algorithmisch getimte Belohnung ist ein sorgfältig konstruierter Aufhänger, der unsere Aufmerksamkeit fesselt. Und indem wir uns ihm hingeben, füllen wir die Stille mit Spektakel. Wir tauschen die Stille gegen Anregung und die Gemeinschaft gegen den Vergleich ein. Wir vernachlässigen unsere Verbindung zur Natur, zueinander und letztlich zu uns selbst. Dadurch entfernen wir uns immer weiter von genau den Dingen, die uns lebendig fühlen lassen. Die Tragödie besteht nicht darin, dass wir uns für eine Zeit vergessen, sondern dass wir Vergessen mit Verbannung verwechseln. Die Seele verlässt uns nicht, wenn wir uns selbst aufgeben. Es wartet unter dem Wirbel des Geistes und dem Hunger endlosen Strebens, uns nach Hause zu rufen. Die große Ironie an all dem ist, dass wir in einem Festmahl verhungert haben, blind für den Überfluss, der in uns lebt. Geistlicher Reichtum hat nie in Anhäufung gewohnt. Sie lebt in dem, was uns beigebracht wurde zu übersehen: Liebe, Gemeinschaft, Schöpfung, Natur und Stille. Das sind die Dinge, die uns niemals verlassen, selbst wenn wir den Weg verlieren. Vielleicht ist es genau das, was es wirklich bedeutet, zu uns selbst nach Hause zu kommen, sich daran zu erinnern, dass unter der Illusion und der endlosen Farce darüber, wer wir "glauben, sein zu sollen" immer noch ein Licht in uns steckt, das von all dem unberührt bleibt. Ein Licht, zu dem es sich lohnt, zurückzukehren. Bleib strahlend ⭐ ©Angélique Letizia

Starr Films
http://www.angeliqueletizia.com/
https://www.facebook.com/angelique.letizia
https://www.facebook.com/photo/?fbid=10161716512336511&set=pb.734121510.-2207520000
https://www.youtube.com/@angeliqueletizia



Mittwoch, 27. Februar 2013

Dichterhain: WEINENDE SEELE von Ute AnneMarie Schuster




Weinende Seele



Schweigend der schmollende Mund,

er kaut noch an Tränen,

doch verschweigt er den Grund...



Sag ist es Dir wichtig was ich denn so bin.

Zählt denn nicht der Mensch, nicht das Edle, der Sinn?



Siehst Du nicht die Trauer, die Tränen im Blick.

Die ständige Frage: Wo find ich mein Glück?



Ich will es Dir sagen, dann frag mich nie mehr,

... mein schweigender Mund trägt an Worten so schwer.

Verloren ging ich, als ich dachte daran,

wer bin ich wirklich, bin ich Frau oder Mann?



Nun schweigst Du, bist stumm, so wie ich es stets war,

ziehst Dich langsam zurück, als wär ich Gefahr.

Du bist wie die Andern, siehst die Trauer, den Schmerz,

doch eines vergisst Du, auch ich hab ein Herz.





© Ute AnneMarie Schuster

Mittwoch, 30. Januar 2013

Dichterhain: MEHR LICHT von Hannes M. Pum

Zitadelle Magdeburg (gestaltet von Hundertwasser)


MEHR LICHT



Von Hannes M. Pum





CHARAKTERBILDNIS, BLICK VON INNEN,

SPIEGEL DEINER SEELE. ALS PRINZIPAL -

LEBENSBEGLEITERIN - DICH GEWINNEN

WILL, WAS MICH AM LEBEN HÄLT: QUAL,



MANCHMAL - BIST DU UNENDLICH FERN,

BEREITSCHAFT, IMMER, MICH ZU GEBEN,

DIR, MEINE ZITADELLE: HAB’ DICH GERN.

MAGST, LICHT, IN MEINEM HERZEN LEBEN?

Dienstag, 25. Dezember 2012

Meine Gedichteklassiker: LIEBESLIED von Rainer Maria Rilke



LIEBESLIED

Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu ändern Dingen?
Ach gerne mocht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt  uns zusammen  wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

Rainer Maria Rilke 

Donnerstag, 27. September 2012

Dichterhain: SEELENPERLEN von Heidi Huber

Schauen Sie mindestens 2 Minuten ins Zentrum der Drehung und
erleben Sie dann das Gedicht noch einmal.
Unsere
Seelenperlen
in Stetigkeit
umeinandergerollt
zu kosmischen Spiralen

Seelenharmonie -
eingefügt
in das Ganze


(c) Heidi Huber