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Verfügbare, aktuell recherchierbare Zahlen zu Diebstählen und Kleinkriminalität in touristischen Hotspots für Schweiz, Italien, Kroatien, Portugal und Deutschland liefert der European Pickpocketing Index 2024 von Quotezone sowie ergänzende Kriminalitätsstatistiken aus Europa.
Die Datenlage zu touristenspezifischen Diebstählen ist in Europa generell lückenhaft, aber der Pickpocketing‑Index liefert einen vergleichbaren Maßstab: Er misst die Anzahl der Pickpocketing/ Taschendiebstahl-Erwähnungen pro 1 Mio. Besucher an Top‑Sehenswürdigkeiten. Das sind sozusagen nur die erwischten Diebe.
Italien führt die Rangliste an
Diebstähle in Europas Ferienparadiesen: Neue Zahlen zeigen deutliche Unterschiede mit großem Abstand an. Laut dem Pickpocketing‑Index werden an Sehenswürdigkeiten wie dem Kolosseum, dem Trevi‑Brunnen oder dem Mailänder Dom 478 Diebstähle pro einer Million Besucher erwähnt – der höchste Wert in Europa. In Mailand beträgt das Risiko, Opfer von Taschendiebstählen zu werden, durchschnittlich 1 zu 162 Touristen. Jährlich werden mehr als 21.500 Fälle von Taschendiebstählen gemeldet.
Rom gilt seit Jahren noch als „Hauptstadt der Taschendiebe“, doch auch Venedig, Florenz und Mailand melden steigende Fallzahlen. Die Polizei verweist auf überfüllte Gassen, Massentourismus und gut organisierte Banden.
Deutschland: Mittelfeld mit Schwerpunkt Berlin
Deutschland liegt mit 111 Diebstahlmeldungen pro einer Million Besucher im europäischen Mittelfeld. Besonders betroffen ist Berlin, wo das Brandenburger Tor und der Alexanderplatz als Brennpunkte gelten.
Die Behörden registrieren seit der Pandemie eine Zunahme von Kleinkriminalität, die sie auf wachsende Besucherströme und eine höhere Mobilität internationaler Tätergruppen zurückführen.
England: Auch dort wird gestohlen
Schweiz: Sicher, aber nicht sorgenfrei
Die Schweiz taucht in europäischen Risikorankings kaum auf – ein Hinweis auf vergleichsweise geringe Diebstahlraten an touristischen Orten.
Zürich, Luzern und Genf melden zwar saisonale Anstiege, doch im internationalen Vergleich bleibt das Niveau niedrig. Die Schweizer Polizei führt dies auf hohe Präsenz, strenge Gesetze und gut organisierte Sicherheitskonzepte zurück.
Portugal: Beliebt, aber weniger betroffen
Portugal gehört zu den Gewinnern des europäischen Tourismusbooms, ohne dass die Diebstahlzahlen explodieren.
Lissabon und Porto verzeichnen zwar Taschendiebstähle in Straßenbahnen und Altstädten, doch im europäischen Vergleich bleibt das Risiko unterdurchschnittlich. Die Behörden warnen jedoch vor zunehmenden Fällen in Strandregionen während der Hochsaison.
Kroatien: Saisonale Spitzen, aber kein Hochrisikoland
Kroatien, besonders Dubrovnik und Split, erlebt im Sommer einen starken Zustrom internationaler Gäste.
Die Polizei meldet saisonale Anstiege von Kleinkriminalität, doch das Land erscheint in europäischen Risikostudien nicht unter den Hotspots. Die meisten Fälle betreffen klassische Taschendiebstähle in überfüllten Altstädten oder an Stränden.
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