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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Samstag, 24. Januar 2026

Nachts durch verzerrten und dysfunktionalen Fahrplan im Bahnhof gestrandet?

Nachts in der Bahnhofshalle warten
AI, gemeinfrei
Ab 23:00 Uhr ist der Bahnhof kein lebendiger Ort mehr, sondern ein Risiko. Hier ist ein kurzer, aber effizienter Nacht-Ratgeber – reduziert auf das, was zwischen 23:00 Uhr und Abfahrt des nächsten Zuges Stunden später in einer kalten Nacht tatsächlich funktioniert, wenn man wegen eines verzerrten/dysfunktionalen Fahrplans im Bahnhof oder schlimmer: auf dem Bahnsteig festhängt. Eine preiswerte Übernachtung ist oft das beste Mittel der Wahl. Abholung durch Bekannte, falls das überhaupt möglich ist, natürlich auch naheliegend. Geht das nicht, heißt es (oft) lange warten.

1. Grundregel 

  • Wechseln Sie ggf. auch einmal den Platz.
  • Nur wenn keine anderen Anwesenden Sie beobachten, bleiben und warten.
  • Suchen Sie die Nähe zu kontrollierenden Sicherheitskräften, Polizeistationen, Security-Teams in der Halle, falls vorhanden. 

2. Bahnhofshalle 

  • Sitzen, nicht liegen
  • Ticket / Handy griffbereit
  • Gepäck geschlossen zwischen ihren Beinen
  • Bei Ansprache durch Sicherheitskräfte argumentieren mit „Zugausfall, Verspätung, Kein Anschluss bis ..., Nächste Verbindung ab …“, auch um Rat bitten.
  • Lesen
  • Handyspiel (Akku nicht aufbrauchen!)

3. Beste Nacht-Alternativen (realistisch in größeren Städten))

24h-Fast-Food-Restaurants (McDonald’s, BK usw.)

    • Kleiner Kauf = ein paar Stunden Ruhe
    • Warm, andere Reisende
    • Heißen Tee, Kaffee zum Aufwärmen

Nachtbus / Nachtstraßenbahn / Nahverkehrs-/S-Bahn, die fast die ganze Nacht fährt

    • Wärme und Bewegung
    • Eine, mehrere Runden in der Stadt, zwischen zwei Städten, Stadtteilen  

4. Was nachts nicht mehr hilft

❌ Bibliothek
❌ Museum
❌ Kirche
❌ Bahnhofsmission
❌ Einkaufszentrum

5. Kälte & Stress minimieren

  • Verschließen der Jacke/des Mantels. Die meisten Bahnhöfe sind nachts im Winter eiskalt.
    Die Bahn hat den letzten Anschluss nicht erreicht, dazu noch Kälte als Bestrafung.
  • Handschuhe anziehen
  • Sitzen auf, Tragen des Rucksacks auf der Brust, zwischen die Beine stellen (isoliert, wärmer)
  • Mütze/Schal anziehen, ggf. draufsetzen
  • Ruhig bleiben, wenig erklären
  • Auch ein paar Runden laufen, wenn Sie dadurch nicht den Sitzplatz verlieren
  • Leichte Dreh-, Wippübungen oder Körper schütteln 


Nachts ist der Bahnhof weiterhin Wartehalle, lockt aber auch viele Obdachlose an. Belästigungen müssen nicht sein, können aber passieren. Wechseln Sie den Platz, oder ignorieren Sie die Ansprache, oder wenden Sie sich an Security-Kräfte.
Wer sichtbar wartet, sich bewegt und Positionen in der Halle wechselt, kommt konfliktfrei durch die Nacht. Dennoch ein schlechtes Zeichen, dass man mit Ankommen am letzten Umsteigebahnhof mit mangelhaften Lösungsmöglichkeiten ziemlich verloren hat. Raus aus der Wärme, rein in die Kälte. Das Transportunternehmen selten, meistens nicht erreichbar. Alles geschlossen ... 


Sonntag, 4. August 2013

Dichterhain: SOMMER 2005 (gilt auch für 2013) von Hermann Mensing



Sommer 2005 (gilt auch für 2013)

Man fröstelt gern
man liebt den Sommer grau
man fühlt in wärm
eren Gefilden sowieso sich mau.

Man hat ja Heizung
und man hat ein Bett
hat Unterhaltung
und die Ehefrau ist nett.

Man trinkt gern Grog
der wärmt und würzt den Sommer
man ist kein Frog
schon gar kein frommer

Heilsverkünder oder Wettergott
man liebt doch Nieselregen, liebt den flot
ten frischen Wind bei dreizehn Grad
belächelt den, der Hitze hat.

Man weiß doch, was ein Hitzekoller kann
man hat gesehn, wie sowas endet
darum ist Kälte dann und wann
viel besser, weil sie Wärme spendet.

(c) Hermann Mensing

Mittwoch, 6. März 2013

Dichterhain: ENDE FEBRUAR von Andreas Noga



ende februar

die amseln hören (endlich)
dann dasitzen bis die nacht

im westen den letzten schimmer
mit dunkelheit lackiert

überm aderschwarz der bäume
dazu ein glas roten (dolce)

aufgeladen mit wärme
die in der flasche überwinterte

bis heute

(c) Andreas Noga (aus: Lücken im Lärm)

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Dichterhain: ...s’ist eisig, eisig, bitterlich - von Gabriele Brunsch
















...s’ist eisig, eisig, bitterlich
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...s’ist eisig, eisig, bitterlich
wind treibt den schnee wie gischt.
ins weißlich grau der himmel mischt
ein seltsam-seltsam glitzerlicht,
das mischt sich in die weiße gischt,
spricht flüsternd, wär ich weihnachtlich,
so bitter wär die kälte nicht,
so eisig wär sie nicht...!


ich bitt hinein ins weiße licht,
das sich so seltsam gräulich mischt,
schick mir von deinem zauberlicht,
weil’s mir ganz tief im herzen sticht,
sei weihnachtlich, sei weihnachtlich,
so bitter wär die kälte nicht,
so eisig wär sie nicht...!


die eisig fahle weiße schicht,
(wind treibt den schnee wie gischt)
sich grau mit schwärzlich-grau vermischt.
erst zaghaft gleist das glitzerlicht,
dann diamanten eisiglich,
nur kalt, nur kalt, nicht weihnachtlich,
nicht wärmt der schein,
er schimmert nicht,
muss bitter kalt, muss eisig sein...


(c) Gabriele Brunsch, an einem einsamen Heiligabend entstanden

Dienstag, 20. Dezember 2011

Ankes Fundstücke: Punschlied

Punschlied

Vier Elemente,
Innig gesellt,
Bilden das Leben,
Bauen die Welt.

Preßt der Zitrone
Saftigen Stern!
Herb ist des Lebens
Innerster Kern.

Jetzt mit des Zuckers
Linderndem Saft
Zähme die herbe
Brennende Kraft!

Gießet des Wassers
Sprudelnden Schwall!
Wasser umfängt
Ruhig das All.

Tropfen des Geistes
Gießet hinein!
Leben dem Leben
Gibt er allein.

Eh es verdüftet,
schöpfet es schnell!
Nur wenn er glühet,
Labet der Quell.

Friedrich von Schiller