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Mittwoch, 21. Januar 2026

HIGHLIGHTS IM SPIELPLAN DER OPER FRANKFURT IM FEBRUAR 2026

v.l.n.r. Lisa, Erster SS-Mann (mit dem Rücken
zum Betrachter) sowie Marta und Vlasta
Bildnachweis: Barbara Aumüller


















Sonntag, 1. Februar 2026, um 18 Uhr im Opernhaus 
Zweite Wiederaufnahme 

DIE PASSAGIERIN 

Oper in zwei Akten von Mieczysław Weinberg 

In mehreren Sprachen mit deutschen und englischen Übertiteln 

Musikalische Leitung: Leo Hussain; Inszenierung: Anselm Weber
Mitwirkende: Katharina Magiera (Lisa), AJ Glueckert (Walter), Amanda Majeski (Marta), Mikołaj Trąbka (Tadeusz), Julia Stuart (Katja), Corinna Scheurle (Krystina), Zanda Švēde (Vlasta), Kelsey Lauritano (Hannah), Younji Yi (Yvette), Judita Nagyová (Bronka), Juanita Lascarro (Alte),     Aleksander Myrling (1. SS-Mann), Alfred Reiter (2. SS-Mann), Abraham Bretón (3. SS-Mann), Jarrett Porter (Steward), Morgan-Andrew King (Passagier), Barbara Zechmeister (Oberaufseherin), Annabelle Krukow (Kapo) 

Weitere Vorstellungen: 8. (18 Uhr), 13., 21. Februar 2026 
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr. 

Preise: € 16 bis 121 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr 

       

Die Oper Die Passagierin von Mieczysław Weinberg (1919-1996) gelangte erst 2010, also 42 Jahre  nach  ihrer  Vollendung,  bei  den  Bregenzer  Festspielen  zur  szenischen  Uraufführung. Weinberg,  den  eine  langjährige  Freundschaft  mit  dem  Komponisten  Dmitri  Schostakowitsch verband, litt unter der Gewalt der SS als auch danach unter dem stalinistischen Terrorregime. Das auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman der Auschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz (1923-2022) basierende Werk erlebte am 1. März 2015 seine Frankfurter Erstaufführung. 2016 wurde die Produktion von Regisseur Anselm Weber auch bei den Wiener Festwochen und im Jahr darauf an der Semperoper Dresden gezeigt. Nun kehrt die Inszenierung aus der Spielzeit 2014/15 zum zweiten Mal nach Frankfurt zurück. Der Widerhall bei Publikum und Presse rund um die Premiere war gewaltig. So konnte man im Opernmagazin Orpheus lesen: „Anselm Weber ist das  gelungen,  was  man  einen  großen  Wurf  nennt.  Eine  naturalistische  Weltinnenschau  von packender Dramatik und feinfühliger Personenführung. Ein Glücksfall für die Oper Frankfurt.“  

Ein Schiff auf dem Weg nach Brasilien, Ende der 1950-er Jahre; Lisa und ihr Mann Walter sind auf dem Weg in eine neue Zukunft, als eine Begegnung Lisas Vergangenheit als KZ-Aufseherin  in  Auschwitz  heraufbeschwört.  Sie  meint  in  einer  mitreisenden  Passagierin  die ehemalige Gefangene Marta zu erkennen, von deren Tod sie überzeugt war und die ihr nun gegenüber zu stehen scheint. Walter, der nichts vom Vorleben seiner Frau wusste, ist entsetzt und sieht seinen Ruf als Botschafter in Gefahr. Die Vergangenheit bricht über Lisa herein und zwingt sie, sich in Form von Rückblenden zu erinnern und sich dem Erlebten zu stellen. 

Musikalisch geleitet wird die zweite Wiederaufnahme von Leo Hussain, der auch die Premierenserie im Jahr  2015 dirigierte.  Der  Brite,  der  bereits  mit  zahlreichen  internationalen  Orchestern  große  Erfolge verzeichnete, war in dieser Spielzeit auch für die Premierenserie von Mitridate, re di Ponto musikalisch verantwortlich. Die Hauptpartie der Lisa singt Katharina Magiera, seit 2009/10 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, wo sie zuletzt u. a. als Auntie (Peter Grimes) zu erleben war. In dieser Spielzeit singt sie auch die Partie Disinganno in einer Neuproduktion von Händels Der Triumph von Zeit und Erkenntnis. AJ Glueckert, dem Haus ebenfalls seit mehreren Spielzeiten verbunden, übernimmt die Partie des Walter. Die amerikanische Sopranistin Amanda Majeski ist als Marta zu hören; sie gastierte bereits an namhaften  Opernhäusern  wie  der  Metropolitan  Opera  in  New  York  und  am  Teatro  Real  Madrid. Mikołaj Trąbka, Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, gestaltet die Partie des Tadeusz. Weitere Rollen sind  mit  Julia Stuart  (Katja),  Corinna Scheurle  (Krystina),  Zanda Švēde  (Vlasta),  Kelsey Lauritano (Hannah), Younji Yi (Yvette), Judita Nagyová (Bronka), Juanita Lascarro (Alte), Aleksander Myrling (1. SS-Mann), Alfred Reiter (2. SS-Mann), Abraham Bretón (3. SS-Mann), Jarrett Porter (Steward), Morgan-Andrew King (Passagier) und Barbara Zechmeister (Oberaufseherin) besetzt. 

  


Cio-Cio-San, genannt Butterfly,
sowie Das Kind
Bildnachweis: Barbara Aumüller





Freitag, 6. Februar 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Zweite Wiederaufnahme 

MADAMA BUTTERFLY
Japanische Tragödie in zwei Akten von Giacomo Puccini 

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln 

Musikalische Leitung: Lorenzo Passerini; Inszenierung: R.B. Schlather
Mitwirkende: Anna Princeva (Cio-Cio-San), Gerard Schneider / Kudaibergen Abildin (Leutnant B. F. Pinkerton), Domen Križaj (Konsul Sharpless), Kelsey Lauritano / Karolina Makuła (Suzuki), Peter Marsh (Goro), Ruby Dibble (Kate Pinkerton), Taehan Kim (Fürst Yamadori), Kihwan Sim (Onkel Bonzo), Jonas Müller (Der kaiserliche Kommissar) u.a. 

Weitere Vorstellungen: 14. (18 Uhr), 22. Februar (18 Uhr); 8. (18 Uhr), 14., 20. März 2026 
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr.
Preise: € 16 bis 121 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr 

Nach  der  Uraufführung  seiner  Tosca  1900  in  Rom  machte  Giacomo  Puccini  (1858-1924) anlässlich  eines  Aufenthalts  in  London  die  Bekanntschaft  mit  David  Belascos  Erfolgsstück  Madame Butterfly. Obwohl er der englischen Sprache nicht mächtig war, zeigte sich Puccini von dieser „japanischen Tragödie“ ergriffen, und der Stoff für seine nächste Oper war damit gefunden. Ein weiterer Grund für Puccinis Interesse mag auch die Vorliebe des damaligen Publikums für exotische Sujets gewesen sein. Seine bewährten Librettisten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica richteten  ihm  den  Text  ein,  den  er  in  seinem  gewohnt  melodienreichen  Stil  vertonte.  Dabei verwendete  er  aber  auch  wenige  Phrasen  japanischer  Originalklänge,  u.a.  etwa  aus  der japanischen  Nationalhymne.  Am  17.  Februar  1904  kam  es  an  der  Mailänder  Scala  zur Uraufführung des Werks, die jedoch auf große Ablehnung stieß. Erst im Laufe von insgesamt drei weiteren Fassungen (1904, 1905 und 1906) erhielt Madama Butterfly jene Form, welche sie zu einer der bekanntesten Opern weltweit machte.  

Der  amerikanische  Marineleutnant  Pinkerton  verliebt  sich  während  seiner  Stationierung  in  Japan  in  die  junge  Cio-Cio-San,  genannt  Butterfly.  Im  Wissen,  nach  seiner Rückkehr eine amerikanische Frau zu heiraten, geht er trotzdem mit der jungen Japanerin die Ehe ein. Die Warnungen seines Freundes Konsul Sharpless, Butterfly nehme sein Versprechen ernst, schlägt er in den Wind. Drei Jahre später ist Pinkerton in die USA zurückgekehrt, und Butterfly  –  inzwischen  Mutter  eines  Sohnes  –  wartet  sehnsüchtig  auf  seine  Rückkehr.  Als Pinkertons Schiff endlich im Hafen von Nagasaki einläuft, sieht sich die junge Frau am Ziel ihrer Träume. Nachdem sie jedoch erfährt, dass der Geliebte lediglich gekommen ist, um das Kind abzuholen, begeht sie Selbstmord. 

Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat Lorenzo Passerini inne, der seit September 2024  auch  Chefdirigent  der  Jyväskylä  Sinfonia  in  Finnland  ist.  Der  italienische  Musiker war zuletzt  an  Häusern  wie  der  Wiener  Staatsoper  sowie  der  Deutschen  Oper  Berlin  tätig. Die Titelpartie der Cio‑Cio‑San gestaltet die Sopranistin Anna Princeva, sie debütiert an der Oper Frankfurt.  Die  Partie der  Cio-Cio-San interpretierte sie in dieser Spielzeit bereits in Stuttgart. Weitere Engagements führten sie an die Deutsche Oper am Rhein, die Staatsoper Hamburg, das Royal Opera House in London sowie an die Sydney Opera. Gerard Schneider debütiert als Leutnant B. F. Pinkerton;  der  österreichisch-australische  Tenor  ist  seit  der  Spielzeit 2018/19 Ensemblemitglied  der  Oper  Frankfurt.  In  der  aktuellen  Spielzeit  debütiert  er  auch  als Macduff (Macbeth) und  als  Mann  mit  Esel (Die  Kluge).  In  den  März-Vorstellungen  gestaltet Kudaibergen Adilbin, ebenfalls  Mitglied  des  Ensembles,  die  Partie  des  Leutnants.  Auch in weiteren Partien sind Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt besetzt: Der slowenische Bariton Domen Križaj interpretiert Konsul Sharpless, Kelsey Lauritano und Karolina Makuła (in den März-Vorstellungen) sind als Suzuki zu erleben. Peter Marsh (Goro), Taehan Kim (Fürst Yamadori) und  Kihwan  Sim  vervollständigen,  neben  den  Opernstudio-Mitgliedern  Ruby  Dibble (Kate Pinkerton)  und  Jonas Müller  (Kaiserlicher Kommissar)  die  Besetzung  der  zweiten Frankfurter Wiederaufnahme. 

              

Patrick Grahl (Tenor)
Bildnachweis: Guido Werner


Dienstag, 24. Februar 2026,
um 19.30 Uhr im Opernhaus


Liederabend 

PATRICK GRAHL, Tenor
KLARA HORNIG, Klavier  

Lieder von Hanns Eisler, Johannes Weyrauch, Wilhelm Weismann  

Preise: € 16 bis 109 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)               

Patrick  Grahl  hat  sich  mit  einer  vorzüglichen  Diktion  und  einer  eleganten  Stimmführung  als international gefragter Oratorien- und Konzertsänger einen Namen gemacht. Seit dem Gewinn des  1. Preises  beim  Internationalen  Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb 2016  ist  Patrick Grahl international  gefragt  –  seine  Engagements  reichen  von  der  Wiener  Staatsoper  und  dem Teatro La Fenice in Venedig bis zur Opéra National de Lyon und weiteren Orten wie Helsinki oder Budapest. Regelmäßig arbeitet der Tenor mit Klangkörpern wie dem  Leipziger Gewandhausorchester, der NDR Radiophilharmonie, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie dem London Symphony Orchestra zusammen. Dabei musiziert er mit Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Sir Simon Rattle oder Philippe Herreweghe. Der in Leipzig geborene Künstler, einst Mitglied des renommierten Thomanerchores, erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Musik  und  Theater  „Felix Mendelssohn Bartholdy“  bei  Berthold Schmid,  die  er  mit  dem Meisterklassenexamen  mit  Auszeichnung  abschloss.  Einen  besonderen  Platz  in  seinem künstlerischen Schaffen nimmt der Liedgesang ein. Gemeinsam mit der Pianistin Klara Hornig präsentiert Grahl in Frankfurt Werke von Komponisten wie Wilhelm Weismann, Hanns Eisler und Johannes  Weyrauch.  Echte  Raritäten,  denen  das  Duo  bereits  auf  seiner  vielgelobten Aufnahme Das ferne Lied neues Leben eingehaucht hat. 


Karten für die genannten Veranstaltungen sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, online  unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 - 212 49 49 4 erhältlich.