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TEUFELSKINDER von Jules Amedée Barbey D'Aurevilly
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Montag, 20. April 2026
Bulgarien 2026: Wackelpartie zwischen Moskau und Brüssel
Der Wahlsieg von Rumen Radev bzw. seiner neuen Partei „Progressives Bulgarien“ bei der Parlamentswahl am 19. April 2026 wird vor allem als Richtungsentscheidung für Bulgarien und als Signal an die EU gewertet. Hier die wichtigsten Bedeutungen:
Trotz Wahlsieg hat Radev keine Alleinregierung. Er schließt Koalitionen mit Borissow, Peevski und dem Reformbündnis WCC-DB aus. Eine stabile Regierung ist also weiter ungewiss. Bulgarien bleibt damit eines der politisch instabilsten EU-Mitglieder, das sich noch an Russland orientiert, aber in Brüssel Geld abholt.
Radev gilt als russlandfreundlich und euroskeptisch. Das bedeutet konkret: Radev gewann mit ∼37,5% bis 45% klar vor GERB von Ex-Premier Bojko Borissow mit nur ∼13–16%. Viele Bulgaren wählten ihn primär, um Borissow loszuwerden, nicht unbedingt wegen seiner Russland-Linie.
Radev hat im Wahlkampf charmant anti-ukrainisch getrommelt. Jetzt hat er ein Mandat, das vor allem eins bedeutet: Brüssel darf raten, ob Bulgarien morgen EU-Mitglied, NATO-Partner oder russischer Briefkasten ist.
Die Ukraine-Politik Bulgariens? Wurde vom Wahlzettel direkt in die Grauzone exportiert. Mal ist man „gegen den Krieg“, mal „gegen Waffenlieferungen“, mal „für Frieden“ – und zwar genau den Frieden, den der Kreml gerade im Sonderangebot hat.
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