SV Verlag

SV Verlag mit Handy oder Tablet entdecken!
Die neue Generation der platzsparenden Bücher - klein, stark, leicht und fast unsichtbar! E-Books bei viereggtext! Wollen Sie Anspruchsvolles veröffentlichen oder suchen Sie Lesegenuss für zu Hause oder unterwegs? Verfolgen Sie mein Programm im SV Verlag, Sie werden immer etwas Passendes entdecken ... Weitere Informationen

.

.
Dichterhain, Bände 1 bis 4

.

.
Dichterhain, Bände 5 bis 8

Übersetze/Translate/Traduis/Tradurre/Traducir/переводить/çevirmek

Sonntag, 15. April 2018

Syrien: Assads Giftgaseinsätze demnächst beendet - Trump bringt 12 Kriegsschiffe und weitere Kampfeinheiten in Stellung

Flottenverband USS HARRY S, TRUMAN
mit HESSEN 
US-Präsident Donald Trump mischt sich nun massiv in die verfahrene und besessene Assadstrategie der Vernichtung des syrischen Volkes und die verworrenene Gegnerschaft der Religionsstreiter ein. Er bringt eine der größten Machtdemonstrationen an militärischer US-Seekraft seit der Irak-Invasion 2003 in Stellung. Trump kann zwar mit Nordkorea scherzen, aber hier wird es nun offensichtlich ernst.
USS Harry S. Truman
Zwölf Kriegsschiffe nehmen Kurs auf die syrische Küste. Darunter befinden sich vier Zerstörer. Das Flaggschiff der US-Flotte ist der monumentale Flugzeugträger USS Harry S. Truman, der mit 332,85 Metern Flugdecklänge 90 Kampfjets losschicken kann, was einem schweren Schlag gegen konzentrierte Ziele gleichkommt, fünf kleinere Kriegsschiffe als Eskorte. Vier weitere Zerstörer und zwei U-Boote kommen hinzu.
Begleitet wird die TRUMAN von der deutschen Verbandsflugabwehrfregatte "Hessen" der Sachsen-Klasse unter dem Kommando von Fregattenkapitän Oliver Pfennig. Die Hauptaufgabe der Fregatte besteht in der Luftverteidigung, also Bekämpfung von Flugzeugen und anderen Luftzielen – zum Schutz von Marineverbänden und verbündeten Kräften an Land. Sie ist laut Darstellung der Bundesmarine mit "sehr leistungsfähigen Radargeräten" und weitreichenden Flugkörpern ausgerüstet. Sie ist auch dafür bestimmt, Führungsaufgaben innerhalb eines Kriegsschiffverbandes zu leisten. Im konkreten Fall soll sie laut Aussage von Kapitän Pfennig "die Fähigkeiten einer deutschen Verbandsflugabwehrfregatte unter Beweis stellen". Einsätze, die ganz deutlich deutsche Waffenkunst wieder entwickeln sollen, wie in Afghanistan oder andernorts. Nur erfahren tut man davon wenig. 

Bleibt die Frage, ob die Waffen-High-Tech-Stützpunkte Russlands in Syrien dem  zu erwartenden amerikanischen Extremfeuer standhalten können. Anzunehmen ist das, denn russische Militärkraft ist heute so stark, dass keinerlei Invasion mehr außer- oder innerhalb der russischen Konföderation möglich ist, wo sich das russische Militär engagiert. Andererseits sind amerikanische Angriffe extrem vernichtend und zielgenau, was die Absetzung des irakischen Diktators Saddam Husseins zeigte.
Denkbar sind daher auch extreme Steigerungen auf höheren Ebenen der tödlichen Gewalt. Interkontinentalraketen oder Langstreckenbomberwellen könnten eine Ausweitung der Krise manifestieren. Assad hat sein Waffenarsenal unterstützend auf russische Militärbasen im Land verteilt, wodurch sich ein deutlicher Schlagabtausch der Supermächte abzeichnet. Eine «finale Entscheidung» ist in Washington noch nicht getroffen, insgesamt wird jedoch bereits schwer mit den Rüstungen und Schwertern gelärmt. 
Der orientalische Weltkrieg, ausgelöst durch die Toyata-ausgerüstete und fremdbewaffnete ISIS, bekommt nun eine noch stärkere internationale Bedeutung, weil das Engagement der Supermächte regelrecht erwartet wird. Wer das geschürt hat, bleibt noch offen, Mercedes und VW waren nicht beteiligt.
China hält sich jedenfalls aus diesem Streit raus, ansonsten wären extremste Eskalationen zu vermuten, zumal der chinesische Drache an enormer Größe gewonnen hat. Es gibt auch keinerlei Berührungspunkte mit chinesischen Interessen.


Une minute de danse par jour // 09 03 2017 // danse 786 // One Minute of Dance a Day // from Nadia Vadori-Gauthier





Une minute de danse par jour
09 03 2017
danse 786 
One Minute of Dance a Day
from Nadia Vadori-Gauthier

Pfalzbibliothek Kaiserslautern: Pfälzische Arbeiterparteien im Widerstand gegen das NS-Regime (Vortrag)

Studiert Geschichte und Politikwissenschaft:
Philippe Haller

Stellvertretender Archivleiter des Stadtarchivs Ludwigshafen:
Dr. Klaus J. Becker














Zu einem Vortrag über den politischen Widerstand der pfälzischen Arbeiterparteien im Nationalsozialismus mit dem Titel „Widerstand (un)möglich?!“ lädt die Pfalzbibliothek Kaiserslautern, Bismarckstraße 17, am Mittwoch, 18. April, um 19 Uhr ein (Eintritt frei; Parkplätze im Hof, Einfahrt Schubertstraße). Dr. Klaus J. Becker und Philippe Haller gehen der Frage nach, wie die Parteien agiert haben, welche Fehler begangen wurden und nicht zuletzt ob ein Widerstand (un)möglich war. Auch heute noch wird in der Erinnerungspolitik an den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus meist an Claus Schenk Graf von Stauffenberg und dessen versuchten Mordanschlag auf Hitler vom 20. Juli 1944 gedacht. Die Referenten wollen den Blick jedoch auf die ersten Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime auf dem Gebiet der Pfalz lenken: Die deutsche Arbeiterbewegung und ihre Parteien SPD und KPD. Sie stellen die Handlungsspielräume beider Parteien, Ursachen und Potentiale einer fehlenden Zusammenarbeit sowie Folgen der NS-Repressionen für das Leben der politischen Widerstandskämpfer vor. Bisher von der Forschung vernachlässigte und in der Öffentlichkeit vergessene pfälzische Schicksale kommen ebenfalls zur Sprache.


Dr. Klaus J. Becker ist stellvertretener Leiter des Stadtarchivs Ludwigshafen. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Arbeiterbewegung in der Pfalz, Hessen und Rheinland-Pfalz. 

Philippe Haller studiert Geschichts- und Politikwissenschaften in Heidelberg und ist Mitglied im Landesvorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz. Seine Forschungsinteressen sind die Arbeiterbewegung sowie Theorie und Geschichte des Sozialismus. Die Pfalzbibliothek bietet an diesem Abend das aktuelle Werk „Braune Jahre in der Pfalz“ aus dem Verlag des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde zum Kauf an.

Samstag, 14. April 2018

Spitzenautos: Mercedes-AMG // Women's foot power

Experience

Fantasien zur Nacht (Video): Red Hair Flower




Red hair flower

"Black Panther" gehört zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten


1,28 Milliarden Dollar Einnahmen - das ist die bisherige Bilanz der Comicverfilmung „Black Panther“. Damit sichert sich der Kinofilm, in dem erstmals ein schwarzer Superheld die Hauptrolle spielt, einen Platz in den Top Ten der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Ebenfalls neu in den Top Ten ist laut Box Office Mojo der aktuelle Star Wars-Film mit 1,3 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Wie die Grafik von Statista zeigt, war das Jahr 2015 besonders erfolgreich. Gleich vier Filme landeten mit ihren Einspielergebnissen in den Top Ten. Am erfolgreichsten ist bis heute allerdings der 3D-Film Avatar, der 2009 in die Kinos kam und den bisherigen Spitzenreiter „Titanic“ von der Spitze verdrängte.

Infografik:  

Freitag, 13. April 2018

Fantasien zur Nacht (Video): Julia




Julia 

Fantasien zur Nacht (Video): Christmas of All Colors



Christmas of All Colors

Wie war's in AUS EINEM TOTENHAUS von Leos Janácek in der Frankfurter Oper?


 vorne Gordon Bintner (Alexandr Petrovič Gorjančikov) sowie
im Hintergrund Gal Fefferman (Eine junge Frau) und Ensemble
Gal Fefferman (Eine junge Frau) und
Gordon Bintner (Alexandr Petrovič Gorjančikov) 
Leos Janáceks "Aus einem Totenhaus" in Frankfurt a.M. zeigt einmal mehr, wie krass und brutal Verhaftungen aus fadenscheinigen Gründen einen Unschuldigen mit despotischen, skrupellosen oder schicksalsbehafteten Menschen und Verhältnissen konfrontieren können, die dieser selbst nur in Albträumen oder theoretisch erlebt hat. 

Alexandr Petrovic Gorjancikov (Bassbariton Gordon Bintner, CAN) und eine junge Frau (Gal Fefferman, IN )werden überraschend verhaftet und kommen in ein Strafgefangenenlager. Ursprünglich eine adlige Figur verwandelt Regisseur David Hermann Gorjancikov in einen Journalisten, der zu allen Zeiten gefährdet ist, denn was Despoten und Unterdrücker nicht gebrauchen können sind aufgeklärte Menschen.
Der Transport aus dem Büro in den Gulag eine brutale Verschleppung mit Kapuzen über den Köpfen zu einem unbekannten Ort. Das Leben im Lager ein Ausgeliefertsein an die Willkür vom Kommandanten (Barnaby Rea, Bass, GB), der Gefangenen und einigen dominanteren kriminellen Personen.

Der Text dieser eigenwilligen Oper in drei Akten stammt vom Komponisten, orientiert sich an den Aufzeichnungen aus einem Totenhaus (1862) von Fjodor M. Dostojewski und wurde am 12. April 1930 im Nationaltheater Brünn uraufgeführt. Die Aufzeichnungen Dostojewskis wurden im Jahr der Bauernbefreiung 1861 im zaristischen Reich veröffentlicht und sind mit geprägt durch Dostojewskis zehnjährige Strafe mit Aufenthalt in Sibirien. 1849 zur Todestrafe wegen Mitgliedschaft in einem sozialistischen Kreis verurteilt und begnadigt durfte er 1859 wieder zurückkehren. Janácek hat die Texte fragmentarisiert, sie zu einer Musik mit exponierter Betontheit, schroffen Gegensätzen und einer Art hysterischen Erlebens verändert. Expressionistische Kurz- und Kürzestsätze sind dominant bei ins Schrille weisenden Spannungssteigerungen, die Musik aufdringlich und beeindruckend, unepisch, unromantisch, partiell dissonant und unmelodisch verzerrt mit Fanfarenelementen in der Ouvertüre und einer durchgehaltenen Bedrohlichkeit, die sich durch das Lager und seine Bewohner mitteilt. Unter der Leitung des Dirigenten Tito Ceccherini gewinnt das musikalische Kolorit der Töne, die das Grausame so am besten beschreiben, eine einprägsame Wirkung, die das unfassliche Hereinbrechen des Despotischen treffend einfängt.

 v.l.n.r. Chorist der Oper Frankfurt, Samuel Levine (Der ganz alte Sträfling),
Karen Vuong (Aljeja), Gordon Bintner (Alexandr Petrovič Gorjančikov; liegend)
und Vincent Wolfsteiner (Filka Morozov)
Der Journalist wird grausam misshandelt, mit einem Hammer bricht man ihm die Hände. Er wird gefoltert und mit Handamputation bedroht, die junge Frau/Sekretärin vor seinen Augen belästigt bzw. vergewaltigt, während man ihn eingesperrt hält, sodass weder Eingreifen noch Inschutznahme möglich sind. Mit verbundenen Händen und wenig Kleidung muss er zwischen den Gefangenen herumirren, den Anfeindungen des Kommandanten zuhören. Drei Schicksale von Mördern werden in den Vordergrund gestellt, alles im Grunde nachvollziehbar und dennoch unerhörte Taten. Der peinigende Vorgesetzte, der Herr Major, die durch Zwangsverheiratung geraubte Geliebte und ihr Zukünftiger, die Geliebte, die nicht von einem nun verheirateten Mann lassen kann, sie alle starben durch die Hand der Erzähler, die hassten oder eifersüchtig liebten - Geständnisse im Lager. Für den Krimizuschauer von heute tägliche Kost. Auf dem Weg durch das Lager müssen Räume betreten und verlassen werden, es ist ein Irren in einer Schachtelwelt, in der immer im Hintergrund die bedrohliche Menge der Gefangenen nach vorne und zurück brandet. Am Ende kommt eine überraschende Begnadigung und der Journalist darf in sein Büro zurückkehren. Die junge Frau ist bereits dort, noch gefesselt mit zerrissenen Kleidern. 

Gordon Bintner (Alexandr Petrovič Gorjančikov) sowie
im Hintergrund Gal Fefferman (Eine junge Frau)

Ein Herausreißen aus dem Leben, Hineinwerfen in einen Meltingpot aus Banditen, Mördern, Dieben und anderen Kriminellen und Rückkehr mit einem tiefen Trauma, wie es hunderttausendfach in allen Staaten der Welt vorkommt. Eine Opernmetapher für Kriminalisierung und Unterdrückung von freidenkenden Menschen.

ELEKTROSCHROTT: Jeder Deutsche produziert 22,8 kg davon


44,7 Millionen Tonnen Elektroschrott sind laut The Global E-waste Monitor 2017 weltweit angefallen. Der größte Elektroschrottproduzent ist China mit 7,2 Millionen Tonnen. Gemessen am Pro-Kopf-Aufkommen sind die Chinesen indes mit 5,2 Kilogramm weit von der Weltspitze entfernt. Die Dänen beispielsweise bringen es auf 24,8 Kilogramm, in Norwegen sind es sogar über 28 Kilogramm. Die Deutsche steuern insgesamt 1,9 Millionen Tonnen zum weltweiten E-Schrott bei, macht 22,8 Kilogramm pro Einwohner.


Infografik: Jeder Deutsche produziert 22,8 kg Elektroschrott | Statista

Mittwoch, 11. April 2018

Neues von ECM: Thomas Strønen, John Surman, Bobo Stenson Trio, Kit Downes


Lucus
Thomas Strønen, Time Is A Blind Guide


Norwegian drummer/composer Thomas Strønen presents a revised edition of his acoustic collective Time Is A Blind Guide, now trimmed to quintet size, and with a new pianist in Wakayama-born Ayumi Tanaka. Tanaka has spoken of seeking associative connections between Japan and Norway in her improvising, a tendency Strønen seems to be encouraging with his space-conscious writing for the ensemble... Learn more
Invisible Threads
John Surman


Saxophonist and clarinettist John Surman is often characterized as a quintessentially English improviser and composer, and hints of folk music and a pastoral ambience are attributes of his music on well-loved albums like “The Road to Saint Ives” or “Saltash Bells.” Yet he also has a long history of working with musicians from other countries and cultures... Learn more
Contra La Indecisión
Bobo Stenson Trio


The great Swedish trio of Bobo Stenson takes a stand against indecision in a decisively beautiful new album.  As ever, the trio draws upon a wide range of source materials.  A yearning title song by Cuban singer-songwriter Silvio Rodríguez, Bartók’s adaptation of a Slovak folk song, a piece from Mompou’s Cançons I Danses collection, and Erik Satie’s Elégie are integrated into the programme... Learn more
Obsidian
Kit Downes


Kit Downes’s previous ECM appearance was as pianist on the debut recording of Time Is A Blind Guide in 2015 and he’s critically-regarded as one of the UK’s outstanding young jazz talents. This recording however has little to do with “jazz”, although it could only have been made by an improviser of subtle sensibilities. Some of Downes’s earliest musical experiences were as a church organist... Learn more

Drohnenkunst: Nordpfälzer Bergland an Violett




(c) Stefan Vieregg

Dienstag, 10. April 2018

Countdown bis 13.04.: #geschicktzerfickt mit TAHNEE in der Stummschen Reithalle Neunkirchen


#geschicktzerfickt
Tahnee
Freitag - 13.04.2018 20:00 - Stummsche Reithalle

Tahnee ist mit 24 Jahren eine der jüngsten und erfolgreichsten Stand-Up Comedians Deutschlands! Neben zahlreichen Auftritten in Fernseh-Shows, wie TV Total, Bülent & seine Freunde, Willkommen bei Mario Barth und Die Kaya Show, hat sie 2016 als Moderatorin der 1LIVE Hörsaal-Comedy-Tour geglänzt. Außerdem darf Tahnee seit 2016 das Kultformat „NightWash“ ihr Eigen nennen.

In ihrem ersten Solo-Programm #geschicktzerfickt erzählt Tahnee von Frauen, Männern, Lesben, Lügen und der Liebe. Als Frau und Lesbe weiht sie das Publikum in die Geheimnisse der weiblichen Dreifaltigkeit ein und erklärt: “Frau ist nicht gleich Frau, Mann ist nicht gleich Mann und Pussy ist nicht gleich Pussy!“

So parodiert sie alle Bitches dieser Welt und klärt die Frage: „Ist das wirklich eine Lesbe - mit langen Haaren und Make-Up?!“ Die Comedienne nimmt kein Blatt vor den Mund und räumt mit sämtlichen Klischees auf. Auf der Suche nach Normen und Werten begegnet Tahnee sich selbst und geht dabei hart mit sich und anderen ins Gericht. „Jeder baut scheiße im Leben und genau um diese Scheiße geht es.“ Es wird hart, es wird lustig, es wird ehrlich! Gefangen in einer gefälligen Welt ist das Motto: “Alle Luschen dieser Welt – leckt mich!“

Tahnee gibt euch romantisch was aufs Maul. Ein Abend zum Nachdenken, Hinterfragen und befreiendem Lachen!

Einlass: 19.00 Uhr



http://www.tahnee-comedy.de

Eintrittspreise
VVK: 21,74 € (Ticket Regional)
AK: tba.



Montag, 9. April 2018

Eifel-Literatur-Festival 2018 mit Sebastian Fitzek gestartet


Letzten Freitag hat das 13. Eifel-Literatur-Festival begonnen. Der 46-jährige Thriller-Bestsellerautor Sebastian Fitzek las in Wittlich vor rund 1440 Gästen aus seinem neuestem Werk "Flugangst 7A".

Die Festivalleitung spricht von einem starken Vorverkauf, bei dem zehn Veranstaltungen bereits ausverkauft seien und insgesamt rund 10 000 Tickets von Interessenten erworben wurden. Gerechnet wird mit mehr als 14 000 Besuchern, was die Zahlen von 2016 toppen würde.

Das Budget beläuft sich auf rund 300 000 Euro. Die Reihe hat bislang rund 250 literarische Größen in die Eifel gelockt - darunter die Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass (1927-2015) und Herta Müller.

Wie war's bei Hagen Rether in Neunkirchen/Saar?

(c) Stefan Vieregg



(c) Stefan Vieregg





Hagen Rether war in Neunkirchen / Saar in der Neuen Gebläsehalle und hat sie auch ordentlich gefüllt - mit seiner eigenwilligen Halbschlaf-Monolog-Show, die vom Herkömmlichen abweicht. Denn der Kabarettist ist nicht wirklich ganz Kabarettist, Satiriker, Comedian, Dozent, Freikirchler, Psychotherapeut, Spätlese-Hippie, Philosoph, Dandy, Kolumnist, und doch hat er von allem etwas. Im Anzug und mit Pferdeschwanz kommt er an, und bietet erst einmal einen längeren Frontallappen-Warmup. Völlig geschickt holt er nach und nach alle rein in sein scheinbares Atemholen, ins vorgeschaltete Runterfahren und Abtauchen ins Vorbewusste. Regelrechte Massenpsychologie, allerdings in die andere, beruhigende Richtung. Er lässt die Motoren dezent warmlaufen, bevor er dann im sanften Flug über die deutsche Politlandschaft schwebt und überall mal zum Hovering mit Gruppenselfie anhält, wo es etwas zu entdecken gibt, das uns allen sehr bekannt vorkommt: Unser Leben zwischen Familie, Kindern, Schule (oder als Single), Beruf, Alltag, Freizeit, Medienpräsenz, Kultur und nationaler wie internationaler Politik als ein einziges Konglomerat aus Absurdem, Groteskem, Paradoxem, Inkonsequentem und Irrationalem, das keiner so ganz versteht, das auch keine wirkliche Logik hat, nur ein situationsgerechtes Ausweichen vor und Aufgreifen von dem, was früher abgelehnt wurde und nun ganz wichtig und verpflichtend für alle werden soll.

(c) Stefan Vieregg
Jeder entdeckt sich in diesem Absurdistan wieder, und langsam wünscht sich jeder in diesem geleiteten Wach(alb)traum doch einen viel bequemeren Stuhl, nämlich so einen wie der Rether vorne auf der Bühne einen hat, mit Halbliegeeinstellung und gelegentlichem dynamischen Aufrichtmechanismus. So könnte man im Halbschlaf noch viel länger zuhören, wenn der Dozent vorne nicht nach über drei Stunden bereits die Flucht ergreifen und einen aus dem Dämmern mit wachen Ohren reißen würde. Es ist eine große Menge an problematischen Dingen, die man unter die Nase gerieben bekommt, die man nicht verstehen kann und auch nicht verstehen braucht, weil sie sich irgendwann wieder in etwas anderes verwandeln, das man auch in dem neuen Zusammenhang nicht richtig verstehen kann. Das wichtigste Problem ist wohl die Einwanderungswelle der letzten zwei, drei Jahre, wo man nicht wusste, wie die Ankömmlinge nennen, Asylanten, Flüchtlinge, illegale Einwanderer. Es ist auch egal, wie man sie nennen will, jedenfalls kamen sie hier an, um zu erfahren, dass sie vor ihrer Flucht besser eine deutschlandkompatible oder generell eben eine Facharbeiterausbildung hätten machen und Deutsch hätten lernen müssen, wenn sie hier hätten arbeiten wollen. So kosten sie eben viel Geld und dürfen lange Zeit nichts machen, bis sie eine Ausbildung oder ein Studium beginnen dürfen. Oder Feindbilder und Sündenböcke neben dem Flüchtling, wie Israel, Angela Merkel, Donald Trump, Christian Lindner usw. oder den politisch zu weit Außenstehenden, die alle irgendwo was Wahres sagen, aber dann wieder wegen der allgemeinen Lage nicht gehört werden, verdammt werden, oder wegen dem starren ideologischen Hintergrund in Missfarbe getaucht weitermachen müssen, so DIE LINKE, DIE GRÜNEN, obwohl sie schon vor Jahren bessere Lösungen angeboten hätten, die man aber nicht wollte. Ganz lösen kann das sowieso keiner, genauso wenig wie Merkel nicht für die Zustände in Griechenland oder die Zuwanderung von Orientalen, Afrikanern und Asiaten alleine verantwortlich ist. Oder für das deutliche Verrutschen der Essgewohnheiten von Fleisch zu vegan, das klar besser ist, aber viele machen es aus irgendwelchen Gründen doch nicht mit, und stehen heute da, wo früher die Vegetarier standen. Was kommt nach dem Veganen? Mit witzigen Wortkonstruktionen, Bezeichnungen, Bildern und satirischen Mitteln klärt uns Hagen Rether auf, wo überall etwas im Argen liegt. Man kann nur drüber lachen, mit welchen Dummheiten wir uns beschäftigen müssen, weil das einige Leute für wichtig deklarieren. Am Ende bleibt alles ein Mitmachen eben, Moden interessiert beäugen oder kultivieren, ein indifferentes "Me too", das wenig Sinn macht, so wie Diesel bei uns verbieten, während ein wirklich nicht unerheblicher Rest der Welt weiterhin Kohlekraftwerke baut.
(c) Stefan Vieregg

Hagen Rether muss man erlebt und erdämmert haben. Sein Stoff ist sehr umfangreich und wird ständig erneuert. Der riesige Flügel für eventuelle Gesangseinlagen blieb unbenutzt, eine Banane darauf dagegen hat er zur Stärkung genossen. Die übrigen flogen in die erste Reihe sowie zwei CDs von ihm beim finalen Giveaway. Ach ja, das hab ich beinahe vergessen, der Titel des Abends war Liebe. Die war gar nicht vorhanden, bis auf den Ansatz, dass wir uns in diesem Paradoxzustand Leben in einem gewissen Staat doch immer wieder lieben, wie wir den Unsinn mitmachen und darüber lachen können, wenn wir uns im Spiegel als die Affen in der Hauptrolle sehen. Oder war's doch was anderes? :-)



Sonntag, 8. April 2018

GETRÄNKE: Zuckerfalle Softdrinks - Dauerkonsumenten ruinieren sich ihre Zähne und den Organismus


In Softdrinks steckt meist eine Menge Zucker - diese ist aber nicht in jedem Land gleich hoch. Wie die Infografik von Statista auf Basis von Daten der Nichtregierungsorganisation Action on sugar zeigt, variiert der Zuckergehalt von Limonadengetränken je nach Land zum Teil recht stark. 

Besonders stark sind die Unterschiede bei Schweppes Tonic Water: In Thailand stecken 15,6 Stück Würfelzucker in 330 ml des Getränks, in Argentinien nur 5,3 Zuckerwürfel. In Fanta Orange etwa steckt in Deutschland besonders wenig Zucker (7,3 Zuckerwürfel). Das Vereinigte Königreich, in dem seit kurzem eine Steuer auf besonders zuckerhaltige Softdrinks erhoben wird, taucht sogar zwei Mal bei den Limonaden mit dem geringsten Zuckergehalt auf: einmal bei Dr. Pepper (7,6 Zuckerwürfel) und bei Pepsi (11,6 Zuckerwürfel). 

Echte Alternativen zu allen Zuckerwässern sind Zero-Getränke oder Mineralwasser mit Fruchtsäften gemischt. Aber bitte drauf achten, dass bei Zeros nicht Zucker UND Süßstoff in den Limos ist, das machen nämlich eine ganze Menge Limohersteller und schreiben zuckerfrei drauf! Das schmeckt so ekelhaft süß, dass man besser gar nichts kauft. Wann kriegen wir minimal gesüßte, durstlöschende Limo?

Selbstverständlich sind auch Süßigkeiten nicht sinnvoll, nur schädlich. Aber das sollen Kinder mal verstehen bei dieser Werbung, wenn es nicht mal die Erwachsenen kapieren.

Um das Risiko einer ungesunden Gewichtszunahme und Karies zu reduzieren, empfiehlt die WHO nicht mehr als 50 Gramm Zucker pro Tag (ca. 17 Zuckerwürfel) aufzunehmen. Diese Menge bezieht sich auf einen durchschnittlichen Erwachsenen bei einer Kalorienzufuhr von 2.000 kcal. Und Zucker ist im Karotten-, Kraut- und Waldorfsalat, im Senf und Ketchup, im eingelegten Hering und im Joghurt. Pech gehabt - er verfolgt uns auf Schritt und Tritt. 



Infografik: Zuckerfalle Softdrinks | Statista


Freitag, 6. April 2018

Fantasien zur Nacht (Video): Vanessa




VANESSA

CAMBRIDGE ANALYTICA-Facebook-Skandal: 310.000 potenzielle deutsche Datenopfer



87 Millionen Mitglieder könnten laut Facebook vom Datenskandal rund um die Firma Cambridge Analytica betroffen sein. Das gab das Unternehmen nun bekannt. Allein in den USA schätzt Facebook die Zahl der betroffenen Profile auf über 70 Millionen – in Deutschland könnten es 310.000 sein, wie die Grafik von Statista zeigt. Damit ist die Zahl der potenziell Geschädigten deutlich höher als bisher angenommen, bisher war stets von etwa 50 Millionen Profilen die Rede gewesen.


Infografik: Facebook-Skandal: 310.000 potenzielle deutsche Opfer | Statista


Videokunst: GastaLoops (Animated Gifs)





GastaLoops (IISO / Out)

Donnerstag, 5. April 2018

Oper Frankfurt: AUS EINEM TOTENHAUS (Z MRTVÉHO DOMU) Oper von Leoš Janáček

Gordon Bintner (Alexandr Petrovič Gorjančikov) sowie im
Hintergrund Gal Fefferman (Eine junge Frau) (c) Barbara Aumüller

AUS EINEM TOTENHAUS 
(Z MRTVÉHO DOMU)
Oper in drei Akten von Leoš Janáček
Text vom Komponisten nach Aufzeichnungen aus einem Totenhaus (1862) von
Fjodor M. Dostojewski

In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln


Musikalische Leitung: Tito Ceccherini +++ Regie: David Hermann +++ Bühnenbild: Johannes Schütz +++ Kostüme: Michaela Barth +++ Licht: Joachim Klein +++ Herrenchor: Tilman Michael +++ Dramaturgie: Norbert Abels

Alexandr Petrovič Gorjančikov: Gordon Bintner +++ Aljeja: Karen Vuong +++ Filka Morozov: Vincent Wolfsteiner +++ Šiškov: Joahnnes Martin Kränzle +++ Skuratov: AJ Glueckert +++ Großer Sträfling / Čerevin / Sträfling mit dem Adler: Ralf Simon +++ Kleiner Sträfling / Čekunov: Gurgen Baveyan +++ Platzkommandant: Barnaby Rea +++ Ganz alter Sträfling: Theo Lebow +++ Kedril: Jaeil Kim  +++ Betrunkener Sträfling: Hans-Jürgen Lazar  +++ Koch: Iain MacNeil +++ Schmied: Mikołaj Trąbka +++ Pope: Thesele Kemane +++ Junger Sträfling: Ingyu Hwang +++ Dirne: Barbara Zechmeister +++ Verbitterter Sträfling: Dietrich Volle +++ Ein Sträfling: Brandon Cedel +++ Šapkin / Fröhlicher Sträfling: Peter Marsh +++ Eine junge Frau: Gal Fefferman
Herrenchor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Die posthume Uraufführung seiner letzten Oper Aus einem Totenhaus erfolgte am 12. April 1930 am Nationaltheater Brünn. Leoš Janácek (1854-1928) verwendete in diesem auf einem Roman von Dostojewski (1862) basierenden Werk einen radikal neuen Musikstil, der von einer Wirklichkeitssprache als „Augenblicksfotografie der Seele“ ausgeht und sich damit rein klanglich stark von den vorangegangenen Bühnenwerken unterscheidet. Die letzte, aus Brüssel übernommene Totenhaus-Inszenierung an der Oper Frankfurt (Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling; Regie: Peter Mussbach) erlangte nach ihrer Premiere am 13. Februar 1994 Kultstatus. Mit der aktuellen Neuproduktion ergänzt die Oper Frankfurt ihren während der Intendanz von Bernd Loebe lose gestalteten Zyklus mit Opern des mährischen Komponisten.
„In jeder Kreatur ein Funke Gottes“ lautet das von Dostojewski übernommene Motto, welches auch Janácek seiner Komposition voranstellt: In einem Straflager verbüßt eine Gruppe fast ausschließlich männlicher Gefangener ihre Haft. Im Verlauf der Handlung erzählen einige der Delinquenten aus ihrem Leben und von den Gründen, die sie in den Arrest gebracht haben. Zudem wird der Alltag zwischen Lagertheater und existentieller Not geschildert. Der politische Häftling Gorjancikov, der zu Beginn der Handlung seine Strafe antritt, wird am Ende nach einem Gnadengesuch seiner Mutter entlassen. Für die restlichen Männer aber geht der zermürbende Alltag weiter…
Die musikalische Leitung liegt bei dem Italiener Tito Ceccherini, der sich als Interpret der Werke des frühen 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht hat. An der Oper Frankfurt debütierte er 2016/17 mit Strawinskys The Rake’s Progress. Regisseur David Hermann ist regelmäßiger Gast im Haus am Willy-Brandt-Platz, wo er zuletzt Drei Einakter von Ernst Krenek inszenierte. Die Sänger stammen fast ausschließlich aus dem Frankfurter Ensemble und dem Opernstudio, darunter u.a. Vincent Wolfsteiner (Filka Morozov), AJ Glueckert (Skuratov) und Peter Marsh (Šapkin). Mit Johannes Martin Kränzle (Šiškov) kehrt nach längerer krankheitsbedingter Abwesenheit ein
ausgesprochener Publikumsliebling an die Oper Frankfurt zurück, deren Ensemble er bis 2016/17 angehörte.

Premiere: Ostersonntag, 1. April 2018, um 18.00 Uhr im Opernhaus

Weitere Vorstellungen: 6., 8. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 12., 15., 21., 27., 29. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) April 2018

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr Preise: € 19 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) Karten sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

Mittwoch, 4. April 2018

Kalenderblatt: Todestag von Martin Luther King

Marsch auf Washington 1963   (c) commons



"Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden. Ich habe einen Traum heute …"


Heute vor 50 Jahren, am 4. April 1968, wurde der große Kämpfer für Gleichberechtigung der Rassen, für Freiheit und Brüderlichkeit, für eine Nation tief in christlichen Werten verankert, Dr. Martin Luther King, in Memphis, Tennessee von einem Rassisten erschossen. "Er war das Gesicht der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, die politische Führungspersönlichkeit und Organisator gewaltlosen Widerstands", bemerkte Sebastian Jobs dazu, Geschichtsprofessor und Nordamerika-Experte an der Freien Universität Berlin (FU).

Martin Luther King war ein schwarzer Mahatma Ghandi, ein Mann des Friedens und der Stärke. Seine Rede, die er am 23. August 1963 beim "Marsch auf Washington" in der US-Hauptstadt hielt, ging in die Geschichte ein. Mehr als 250.000 Menschen, darunter auch viele Weiße, verfolgten dort damals seine Rede. Seine Demonstrationen des Friedens für Gleichberechtigung von Schwarz und Weiß füllten ganze Straßenzüge.

100 Jahre nach Ausrufung der Gleichberechtigung setzten Martin Luther King und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung der 60er bis heutigen Jahre die wirkliche Auseinandersetzung mit Gleichheit erst in Gang. Ab dieser Zeit änderten sich langsam die rassistischen Gesetze und das Verhalten der Weißen, ohne dass je Gleichberechtigung ganz erreicht wurde. Zu lange hatte der wilde Rassismus der schießwütigen Landnehmer und Farmer das Land beherrscht.

Retrospektive Roland Göttert (Künstler) in Berschweiler / Kirn b. Idar-Oberstein




ROLAND GÖTTERT
Zeichnung  -  Malerei   -  Plastik

Gezeigt wird eine umfassende Werkschau mit vielen großformatigen Objekten des in Wiesbaden geborenen Künstlers, der in Kempfeld/Katzenloch lebt und arbeitet.

Kunsthalle ART AFFECT

Schulstraße 5  -  Halle 2
55608 Berschweiler / Kirn

„Ich verstehe meine Arbeiten als Analogie
zu Aspekten der Realität.
Ziel ist, beim Betrachter eine emotionale
und rationale Reflektion auszulösen.
Völlig unabhängig davon, ob ich im weitesten Sinne
gegenständlich, abstrakt oder konstruktiv arbeite."

Vita:
1973-2003 Kunsterzieher Gymnasien in Neuwied, Simmern, Idar-Oberstein

1974-1976 Lehrauftrag an der Fachhochschule Wiesbaden - FB Gestaltung
1971-1973 Lehrauftrag Plastik & Zeichnung - Gesamthochschule Kassel
1966-1972 Studium Hochschule für Bildende Künste Kassel bei Prof. Graf Bernhard von  
                  Byland-Rheydt und Prof. Harry Krämer 
1967          Ernennung zum Meisterschüler
1963-1967 Studium an der Werkkunstschule Wiesbaden - Erwin Schutzbach
Seit 1965   Beteiligungen an regionalen und internationalen Ausstellungen
Seit 1965   Arbeiten in öffentlichem und privatem Besitz

kontakt@art-affect.de

Birkenfeld/Nahe, Maler-Zang-Haus
Die Ausstellung ist geöffnet vom 25.03. - 22.04.2018 jeweils FR &SO von 14:00 bis 17:00 h oder nach Vereinbarung. Parkplätze am Haus und Sportplatz.


Dienstag, 3. April 2018

Hagen Rether am 6. April 2018 in Neunkirchen / Saar: L I E B E

KABARETT
Hagen Rether    (c)  Klaus Reinelt

LIEBE

Hagen Rether
Freitag - 06.04.2018, 20:00 - Neue Gebläsehalle, Neunkirchen / Saar



Die Welt wird täglich ungerechter, das Geflecht aus politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten immer dichter: Vor diesem Hintergrund lässt Hagen Rether Strippenzieher, Strohmänner und Sündenböcke aufziehen. Den so genannten gesellschaftlichen Konsens stellt er vom Kopf auf die Füße und die Systemfragen gleich im Paket: Von der Religions"freiheit" über das Wirtschaftswachstum bis zur staatlichen "Lizenz zum Töten" kommt alles auf den Tisch. Doch die Verantwortung tragen nicht "die Mächtigen" allein – wir, ihre mehr oder weniger willigen Kollaborateure, müssen uns wohl am eigenen Schopf aus unserer Komfortzone ziehen, um nicht in den Abgrund zu stürzen, den wir gemeinsam geschaufelt haben.

Der wahrhaft unbequeme Kabarettist entlarvt so manchen Volkszorn samt seiner auf "Die da oben" zielenden Empörungsrhetorik als Untertanentum – den Unwillen, unsere eigenen, fatalen Gewohnheiten zu überwinden. Kabarett verändert nichts? Rethers ebenso komisches wie schmerzhaftes, bis zu dreieinhalbstündiges Programm infiziert das Publikum mit gleich zwei gefährlichen Viren: der Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und der Erkenntnis, dass wir alle die Kraft zur Veränderung haben.

LIEBE, so der seit Jahren konstante Titel des ständig mutierenden Programms, kommt darin nicht vor, zumindest nicht in Form von Herzen, die zueinander finden – und romantisch kommt allenfalls einmal die Musik des vielseitigen Pianisten daher. Was aber in seinem fulminanten Plädoyer für das Mitgefühl sichtbar wird, ist die Menschenliebe eines Kabarettisten, der an Aufklärung und an die Möglichkeit zur Umkehr noch am Abgrund glaubt.

Einlass: 19.00 Uhr


Link zum Künstler

http://www.hagenrether.de

Eintrittspreise
VVK: € 28.00 (PK1) | € 25.80 (PK2)
AK: € 30.00 (PK1) | € 28.00 (PK2)

Montag, 2. April 2018

Chinas Raumstation Himmlischer Palast1 landete trotz aller Unkontrolliertheit bestimmungsgemäß



Das chinesische Tiangong-1/Himmlischer Palast-1 Space Lab trat wieder nach 5 Jahren Flug, davon zu Beginn 12 Tage mit einem Dreimannteam für Experimente, die letzten beiden Jahre bzw. seit Mai 2017 völlig unkontrolliert und spurlos von den Schirmen verschwunden, in die Erdatmosphäre ein und fiel stark verbrannt/beschädigt in der Mitte des südlichen Pazifiks ins Meer. Obwohl es ein Rückschlag für die chin. Raumfahrt ist, dass das Raumgefährt unkontrolliert zurückkehrte, was international geächtet ist, wurde bereits 2016 Tiangong-2 gestartet und plant China eine dauerhafte Raumstation ab 2022. 2020 sollen die Teile ins All geschossen und zusammengesetzt werden. China plant auch einen Mensch auf dem Mond landen zu lassen und mit einem Forschungsfahrzeug den Mars zu erkunden.

Die erste unkontrollierte Rückkehr fand in den 50er-Jahren unter russischer Flagge statt, die spektakulärste in einer Serie von Dutzenden Fällen der internationalen Raumfahrt war 1979 das erste amerikanische Experiment mit dem 100-Tonnen-Skylab, das in Westaustralien unkontrolliert niederging. Tiangong-1 hatte nur 7,5 Tonnen, etwa so groß wie ein Reisebus.

Tiangong-1 machte im Endeffekt doch genau das, was es sollte, auch wenn es ein sog. unkontrollierter Rückkehrer war. Er wurde eingestellt auf Landung ins Massengrab für Spacelabs, das sich in dieser Region befindet, und diesen Punkt fand er auch. Das Verbrennen beim Eintritt in die Erdatmosphäre war vorgesehen, die Schutzschilde daher nur schwach ausgelegt.

Die chinesische Astronautin Wang Yaping hielt zu Beginn Vorlesungen von der Raumstation aus, die planmäßig an drei Raumschiffen an
dockte.

Wang Yaping bei ihren Vorlesungen in der Raumstation Tiangong-01

Sonntag, 1. April 2018

Fantasien zur Nacht (Video): L O V E



LOVE

HKW Berlin am 06.04.18: Technosphärenklänge #5

Fr, 06. April 2018
Technosphärenklänge #5

Mit Amnesia Scanner, M.E.S.H. & Michael Guidetti, Lucrecia Dalt & Regina de Miguel
Courtesy of Sam Rolfes
Courtesy of Sam Rolfes

20h: Lucrecia Dalt & Regina de Miguel: V.I.T.R.I.O.L.
21h: M.E.S.H. & Michael Guidetti: Hesaitix
22h: Amnesia Scanner: As Chaos

Die fünfte Ausgabe der Technosphärenklänge lädt in klangliche und visuelle Fiktionen ein, die zugleich emphatisch und kritisch in die so undurchsichtigen wie transformativen Vernetzungen und Verstrickungen post-digitaler Realitäten und Zukünfte eintauchen. Die hier gewebten Fiktionen verbinden menschliche Körper und menschliches Bewusstsein mit datengetriebenen Prozessen und den sich am Horizont abzeichnenden neuen, nichtmenschlichen Subjektivitäten.


 Lucrecia Dalt © Lady Lazarus, Regina de Miguel © Regina de Miguel


 Michael Guidetti © Promo, M.E.S.H. © Nadine Fraczkowski


Lucrecia Dalt und Regina de Miguel führen ihre neue audiovisuelle Performance V.I.T.R.I.O.L. auf. In den Bilderströmen digitaler Ökosysteme und den sich darin abzeichnenden Mechanismen der Repräsentation und Geografien von Gewalt suchen sie nach medienalchemistischen Rezepturen für eine neue affektive Resilienz.

M.E.S.H. präsentiert zusammen mit dem Künstler Michael Guidetti sein neues Album Hesaitix. Mit seinem meditativen bis manischen Sound bewegt sich Hesaitix zwischen elektronischer Clubmusik und digitalem Fantasy-Hörbuch. Gemeinsam mit Guidetti entwirft er eine audiovisuelle Welt, in der das Unterbewusste und das (technologische) Fremdartige aufeinandertreffen

Das Duo Amnesia Scanner gewährt Einblicke in sein im Mai dieses Jahres erscheinendes Debütalbum: In der ihnen eigenen epischen Ästhetik sondieren die beiden Musiker die kryptischen Realitäten und neuartigen hybriden Konstellationen vollständig von digitalen Netzwerken durchzogener Existenz. Mit Überraschungsgästen sowie neuem Klang- und Bildmaterial gestalten sie eine eigens für Technosphärenklänge entwickelte Performance.

Geoblocking von Online-Kino/Live-Streams beim Handy-Empfang reduziert - öffentlich-rechtliche Sender weiterhin geblockt

Dank einer neuen EU-Verordnung, können User ab dem 1. April Netflix, Sky Go und Co. auch im Urlaub genießen. Die Online-Dienste müssen Abonnenten dann im EU-Ausland den gleichen Service wie im Heimatland bieten, das sogenannte Geoblocking entfällt. Allerdings gibt es Einschränkungen: Die Verordnung gilt lediglich für“vorübergehende“, also zeitlich begrenzte Auslandsaufenthalte – eine genaue Dauer ist jedoch nicht definiert. Auch sind Live-Streams und Mediatheken öffentlich-rechtlicher Sender von der Portabilitätsverordnung ausgenommen, sie können sich jedoch freiwillig dafür entscheiden, ihr Angebot verfügbar zu machen.