TEUFELSKINDER von Jules Amedée Barbey D'Aurevilly

Montag, 6. Juli 2026

Region Pfalz, Baden: Literarisches im Juli 2026

02.07., 11 Uhr     Bücherklatsch in Speyer
Adresse: Stadtbibliothek, Villa Ecarius, Bahnhofstraße 54, 67346 Speyer

Info: Unter Leitung der GemeindeschwesterPlus, Alexandra Mally, besteht die
Möglichkeit zum unkomplizierten Austausch über Bücher. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.


02.07., 19 Uhr     Lesung und Gespräch in Karlsruhe
Adresse: PrinzMaxPalais, Karlstraße 10, 76133 Karlsruhe

Info: Im Begleitprogramm der Ausstellung INGEBORG BACHMANN: „ICH EXISTIERE NUR, WENN ICH SCHREIBE" , mit Dr. Andrea Stoll: »Zwei Menschen sind in mir«. Die Biografie zum 100. Geburtstag der Dichterin. Eintritt frei.


04.07., 16.00 Uhr     Lesung mit Thomas Mayr in Speyer
Adresse: Bücherei St. Joseph, Gilgenstraße 17, 67346 Speyer

Info:  Der Vorsitzende des Donnersberger Literaturvereins (Träger u.a. der "Donnersberger Literaturtage" in Kirchheimbolanden) Dr. Thomas Mayr, liest Prosatexte und Gedichte. Eine Veranstaltung der Sektion Speyer im Rahmen der Reihe "Schreiben - Lesen – Hören".


06.07., 20 Uhr     Lisa Krusche liest aus "Unsere anarchistischen Herzen" in Karlsruhe
Adresse: KOHI Kulturraum, Werderstr. 47, 76137 Karlsruhe

Info: Unsere anarchistischen Herzen (2021) ist ein mutiger Coming-of-Age-Roman und ein vielbeachtetes Debüt. Eintritt 15 Euro.


11.07., 11 Uhr     Musikalische Buchvorstellung mit Ursula Klein in Kaiserslautern
Adresse: Pfalzbibliothek, Bismarckstraße 17, 67657 Kaiserslautern

Info: Der Debütroman „Mittagsleuchten“ der Autorin Ursula Klein führt in die Westpfalz der 1950er Jahre und erzählt von den Herausforderungen eines bäuerlichen Familienbetriebs. Mit Musik von Michaela Stemmler (Querflöte), Simon Stemmler (Piano) und Stefan Dils (Flügelhorn). Eintritt frei.


11.07., 15 Uhr     Sommersymposium der Literaturoffensive Heidelberg mit Lothar Seidler u.a.
Adresse: Leimer Straße 12, 69126 Heidelberg

Info: Wer mag, kann etwas Leibliches dazu beitragen, um Voranmeldung wird gebeten.


14.07., 14 Uhr     Auf ein Buch! Lesetreff in Kaiserslautern
Adresse: Pfalzbibliothek, Bismarckstraße 17, 67655 Kaiserslautern

Info: Unter dem Motto "Meerblick" werden Bücher vorgestellt und besprochen. Eintritt frei.


18.07, 14 Uhr     Literarische Radtour in Mannheim
Treffpunkt: Buchladen Lindenhof, Meerfeldstraße 38, 68164 Mannheim

Info: An vier Leseorten im Waldpark lesen Autorinnen und Autoren aus der Region aus ihren Werken. Dauer der literarischen Radtour: etwa zwei Stunden. Teilnahmegebühr für Gäste 9,50 EUR inkl. Getränk. Bitte reservieren unter 0621/18068718 oder buero@buchladen-lindenhof.de


19.07., 11 Uhr     Matthias Zech liest in Schifferstadt
Adresse: Schreiwer-Hais’l, Liliengasse 5, 67105 Schifferstadt

Info: Der Autor liest aus seinem Buch „Mol widder dehääm“. Infos und Karten unter 0157 35 74 45 02.


19.07., 12-17 Uhr     100. Geburtstag der GEDOK
Adresse: Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg

Info: Unter dem Motto „Kunst erleben – Zeit genießen – Mode träumen“ mit dem Kurpfälzischen Museum Heidelberg, von 12 bis 17 Uhr, es liest u.a. Ingrid Samel. Eintritt frei.


20.07., 18 Uhr     Wolfgang Vater liest in Mannheim
Adresse: Alte Sternwarte, A4 6 im Erdgeschoss, 68159 Mannheim

Info: Der Autor liest aus seinem Roman "Prinz Ruprecht, ein Pfälzer in englischen Diensten", im Rahmen der Reihe LeseZeichen. Eintritt 8 €.


25.07., 18 Uhr     Poetry Slam auf dem "Fest" in Karlsruhe
Adresse: Kulturbühne, Günther-Klotz-Anlage, Südweststadt, 76135 Karlsruhe

Info: Marvin Suckut (Poetry Slam-Meister des Landes Baden-Württemberg 2025, Schweizer Poetry Slam-Team-Meister 2025), Lena Stokoff (Halbfinalistin der deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften 2025), Jonas Neuhäuser (Poetry Slam-Rhein-Neckar-Meister 2023) und Natalie Friedrich (U20-PoetrySlam-Meisterin des Landes Baden-Württemberg von 2019) treten auf. Moderation: Matthias Walz. Eintritt frei.


30.07., 19 Uhr     Lesung mit Musik in Hainfeld
Adresse: Mittelmühle, Hummelaue, 76835 Hainfeld

Info: Autorin Stephanie Hanel nimmt uns mit auf Streifzüge durch ‚ihr‘ Viertel in Brooklyn, zu literarischen und künstlerischen Entdeckungen in Manhattan und blickt aus Sicht der Stadttiere auf die Großstadtwelt. Gitarrist Max Sanderson spielt eigens zu den Texten komponierte Musik und Improvisationen. Eintritt frei. 

Literarischer Verein Kirchheimbolanden: Patenschaft für zwei iranische AutorInnen (plus weitere Adressen)

Die Nachrichten, die Dr. Thomas M. Mayr aus Kirchheimbolanden und uns in den letzten Monaten seit Januar 2026 verstärkt erreichen, sind furchtbar. Das Volk ruft nach Freiheit und wird brutal misshandelt. Festnahmen, Hinrichtungen, Haftstrafen für Gegner des islamischen Regimes, das nur noch mit Marionetten agiert. Reza Pachlevi, der gleichnamige Sohn des letzten Schahs, der im Dezember 1978 / Januar 1979 gestürzt wurde, rief zu Widerstand und Freiheit auf, ohne tatsächlich Unterstützung bieten zu können. Trumps und Israels Angriffe auf den Iran konnten ebenfalls nicht helfen, die Zivil- und Militärstrukturen sind zu fest verankert. Zehntausende kamen zu Tode bei Demonstrationen, weitere Zehntausende wurden verhaftet. Der Freiheitsmarsch wurde zum Todesmarsch.   

Auf die Frage danach, was der Donnersberger Literaturverein tun könne, hat er sich entschlossen, die Patenschaft für eine iranische Autorin (Golrokh Iraee) und einen iranischen Autor (Peyman Farahavar) zu übernehmen. Farahavar erwartet die Todesstrafe für sein Schreiben und Eintreten für die Umwelt, Iraee sitzt ein, weil sie sich seit vielen Jahren gegen die Todesstrafe, für Frauenrechte und für Meinungsfreiheit einsetzt.

Wenn Sie die Sorge um die beiden Schriftsteller teilen und sich einbringen möchten, so finden Sie auf unseren Webseiten https://www.dlverein.de/dlv-patenschaft-pf und https://www.dlverein.de/dlv-patenschaft-gi weitere Informationen sowie Adressen, an die Sie schreiben können. Es gibt Beispielbriefe, die Sie gerne nutzen können.


Denken Sie auch an die großen iranischen Organisationen in Deutschland:

Zu den wichtigsten gehören:

Iranische Liberale Frauen e.V.

Der Verein setzt sich für Frauenrechte und Menschenrechte im Iran ein. Er dokumentiert Menschenrechtsverletzungen und macht regelmäßig auf das Schicksal politischer Gefangener aufmerksam.

Lion and Sun e.V.

Ein gemeinnütziger deutsch-iranischer Verein, der sich für Demokratie, Säkularität und Menschenrechte engagiert. Er organisiert Informationsveranstaltungen und Solidaritätskampagnen für Inhaftierte.

HÁWAR.help

Obwohl die Organisation ursprünglich aus der jesidischen Menschenrechtsarbeit hervorging, betreibt sie inzwischen ausdrücklich ein Projekt zur Unterstützung politischer Gefangener im Iran. Dazu gehören Patenschaften, Öffentlichkeitsarbeit und Spendensammlungen.

The Munich Circle

Eine deutsch-iranische Initiative aus München, die durch Veranstaltungen, Kulturprojekte und politische Diskussionen auf Menschenrechtsverletzungen im Iran aufmerksam macht und Solidarität mit politischen Gefangenen zeigt.

Hope Association

Eine Hamburger Initiative iranischer Fachkräfte, die über die Lage im Iran informiert, Gedenkveranstaltungen organisiert und sich mit unterdrückten Aktivisten solidarisiert.

Hamgarayi Frankfurt am Main

Ein Zusammenschluss iranischer Exilanten, der den demokratischen Wandel im Iran unterstützt und regelmäßig Solidaritätsveranstaltungen für politische Gefangene organisiert.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) – Politische Gefangene im Iran

Die IGFM betreibt seit vielen Jahren ein Patenschaftsprogramm für politische Gefangene im Iran. Abgeordnete, Prominente und Privatpersonen übernehmen Patenschaften, schreiben Briefe und machen Einzelschicksale öffentlich.

Amnesty International (deutsche Sektion)

Amnesty dokumentiert regelmäßig Hinrichtungen, Folter und politische Verfolgung im Iran, organisiert Eilaktionen und ruft zur Unterstützung einzelner Gefangener auf.

Sonntag, 5. Juli 2026

Die russische Tragödie: Warum Putin sein eigenes Ende verwirklicht


Wir können ziemlich klar begründen, warum der Full-Scale-Krieg gegen die Ukraine seit 2022 (und schon länger seit 2014) sehr wahrscheinlich auch Putins eigenes Ende markiert. Er führt in eine strategische Sackgasse.

Militärisch: Die Blitzkriegsfantasie ist gescheitert. Die Ukraine steht, die Front ist festgefahren, Russland verschleißt Material und Menschen im großen Stil, zerstört Kulturgut, tötet und verletzt Menschen ohne Ende.
Politisch: Jeder weitere Kriegsmonat macht Russland abhängiger von immer weniger Partnern (China, Iran) und isoliert es vom Rest der Welt.
Symbolisch: Aus der „Großmachtoperation“ ist ein Abnutzungskrieg geworden – das zerstört Putins Image als starker, kontrollierender Führer.

Ökonomische und demografische Selbstzerstörung
Sanktionen treffen nicht nur Oligarchen, sondern die gesamte Industrie, Technologie, Forschung. Der Treibstoff wird durch gestiegene Angriffe der Ukraine zum massiven Problem. Ölförderung und Raffinerien sind stark beeinträchtigt.
Abwanderung - Hunderttausende gut ausgebildete Russen haben das Land verlassen – ein irreversibler Verlust.
Kriegskosten - Der Staatshaushalt wird immer stärker vom Militär gefressen, während soziale und zivile Bereiche verfallen. 

Das ist kein „normaler“ Krieg, das ist ein Langzeit-Selbstmordprogramm für den russischen Staat in seiner jetzigen Form. Innenpolitische Erosion löst Russland auf.

Angst funktioniert nicht ewig: Je länger der Krieg dauert, desto mehr Menschen kennen persönlich Gefallene, Verletzte, Vermisste.
Elitenrisiko: Wenn der Krieg nicht gewonnen werden kann, wird er irgendwann zur Gefahr für jene, die ihn mittragen – Militär, Geheimdienste, Oligarchen.
Legitimitätsverlust: Putins zentrale Erzählung war „Stabilität und Stärke“. Der Krieg liefert Instabilität und Schwäche. Früher oder später kippt so ein System nicht, weil die Masse plötzlich aufsteht, sondern weil Teile der Elite beschließen, dass der Preis zu hoch geworden ist. 

Geopolitische Gegenbewegungen wie die NATO-Erweiterung, Stärkung der EU, massive Aufrüstung in Europa – alles sind direkte Folgen von Putins Krieg. Er wollte den Westen schwächen und die Ukraine „heimholen“ – erreicht hat er das Gegenteil: Die Ukraine ist politisch fester im Westen verankert als je zuvor. Der Westen hat seine sicherheitspolitische Bedeutung wiederentdeckt. Damit wird der Krieg zu einem historischen Wendepunkt – aber nicht zu Putins Gunsten. 

Kurz gesagt: Dieser Krieg ist kein Weg zu Putins Triumph, sondern eine langsame, brutale Selbstentmachtung. Ob sein Ende spektakulär (Putsch, Palastrevolte) oder leise (krank, abgelöst, „Rückzug ins Private“) ausfällt – der Krieg hat bereits die Grundlagen seiner Macht erodiert. Russische Verluste im Ukraine-Krieg

Russische Verluste im Ukraine-Krieg

Stand: Anfang Juli 2026 · zwei unterschiedliche Quellenarten, nicht direkt vergleichbar

Personal, gesamt (getötet + verwundet)

>1,4 Mio.

Quelle: ukr. Generalstab, Stand 1.7.2026

Juni 2026 allein

26.000

höchster Monatswert seit Kriegsbeginn

Kampfpanzer, visuell bestätigt

~3.200

Quelle: Oryx, Stand 2024/25 – heute vermutlich höher

zerstört beschädigt zurückgelassen erbeutet
Kampfpanzer: 2167 zerstört, 158 beschädigt, 354 zurückgelassen, 518 erbeutet. Schützenpanzer: rund 6000 zerstört oder beschädigt.

Personalzahlen: unabhängig nicht überprüfbare Angaben einer Kriegspartei (ukrainischer Generalstab).
Ausrüstungszahlen: nur fotografisch/videografisch belegte Fälle (Oryx) – die tatsächliche Zahl liegt laut Oryx selbst „deutlich höher". Die Schützenpanzer-Aufschlüsselung ist eine grobe Näherung aus der Gesamtsumme von rund 6.000 dokumentierten Fällen; für Panzer sind die Zahlen präzise.
Aktuellste laufend aktualisierte Zählung: oryxspioenkop.com






Freitag, 3. Juli 2026

Viel, viel Geld sparen mit Bürokratieabbau!

Bürokratieabbau Bild: ChatGPT

Deutschland leistet sich jedes Jahr ein Bürokratiemonster, das fast 160 Milliarden Euro verschlingt. Ein Betrag, mit dem man ganze Städte neu bauen, Schulen vergolden oder jedem Bürger einen persönlichen Verwaltungsengel finanzieren könnte. Stattdessen stopfen wir Formulare in Ordner, die in Regalen stehen, die in Gebäuden stehen, die wir mit Steuergeld heizen, damit Akten nicht frieren.

Und nun die eigentliche Pointe: Alle wissen es. Niemand handelt.

Die Politik diskutiert lieber über Centbeträge beim Elterngeld, während im Maschinenraum der Verwaltung Milliarden verpuffen wie Druckerpapier im Dauerbetrieb. Jede Reform scheitert zuverlässig an der deutschen Lieblingssportart: „Das haben wir schon immer so gemacht.“

Dabei wäre Bürokratieabbau der seltene politische Glücksfall: Er kostet nichts, bringt sofort etwas und tut niemandem weh – außer vielleicht ein paar Formularfetischisten, die ihre Stempel vermissen würden.

Warum also setzt niemand hier an? Ganz einfach: Bürokratieabbau hat keinen Glamourfaktor. Man kann damit keine Wahlplakate schmücken, keine Empörung erzeugen, keine Talkshow sprengen. Es ist die unspektakuläre, aber hochwirksame Medizin, die niemand verschreibt, weil sie nicht nach Reform riecht, sondern nach Arbeit.

Und so bleibt Deutschland weiter Weltmeister im Formularweitwurf, während 160 Milliarden Euro brav jedes Jahr in den Papierkorb der Geschichte wandern.

Aber halt – könnten wir nicht sinnvollere Errungenschaften behalten? Hauptsache, der Stempel sitzt gerade, oder?

Ein sofort beginnender Bürokratieabbau würde z.B. Frankfurt kurzfristig 120–180 Mio. €, mittelfristig 300–600 Mio. €, langfristig bis zu 700–900 Mio. € ersparen.

Das ist realistisch, datenbasiert und kommunalpolitisch umsetzbar. Kommunen könnten sofort 30–45 Mrd. €/Jahr sparen. Das umfasst Personalkosten, die durch Prozessverkürzung sinken, Sachkosten, weil Papier, Porto, Archivierung wegfallen, IT‑Kosten, weil Insellösungen verschwinden, Zeitkosten, weil Bürger und Unternehmen weniger Aufwand haben, Wirtschaftliche Folgekosten, weil Genehmigungen schneller erfolgen. Warum „sofort beginnend“ besonders wirksam ist Die Studien zeigen klar, dass Bürokratieabbau sofort wirkt, weil Prozesse verkürzt werden. Digitalisierung verstärkt den Effekt zusätzlich. Kommunen profitieren überproportional, weil sie die meisten Bürgerkontakte haben. Kommunale Einsparung nach 12 Monaten Wenn Kommunen nur 10 % ihrer Bürokratie abbauen: 3–4 Mrd. €/Jahr. Wenn Kommunen 20 % abbauen (realistisch bei konsequentem Vorgehen): 6–9 Mrd. €/Jahr. Wenn Kommunen 30 % abbauen (ambitioniert, aber machbar):10–13 Mrd. €/Jahr.

Hilfsmittel gegen sexuelle Belästigung

ChatGPT-Bild: Sexuelle Belästigung



Viele Frauen in Deutschland haben bereits (sexuelle) Belästigung erlebt, und in solchen Situationen kann es schwierig sein, um Hilfe zu bitten. Diskrete Handzeichen und Codewörter können jedoch dabei helfen, Aufmerksamkeit zu erregen und Hilfe zu suchen. Es ist wichtig, dass jeder diese geheimen Codes kennt. Die Socialmedianutzer haben sie schon öfter gesehen, auch Möglichkeiten, wie die Reaktionen ausfallen sollten. 

Betroffene können diese unauffälligen Handzeichen und Codewörter nutzen, um in gefährlichen Situationen Hilfe zu suchen, sei es in einer Partnerschaft, auf der Straße oder in einem Club. Während der COVID-19-Pandemie hat die Kanadische Stiftung für Frauen das sogenannte "Hilfezeichen" (#SignalforHelp) eingeführt, das ursprünglich zur Bekämpfung häuslicher Gewalt entwickelt wurde. Das Zeichen verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und hat bereits mehreren Frauen und Mädchen aus gefährlichen Situationen geholfen. Im August 2022 teilte die Polizei Ludwigshafen beispielsweise mit, dass ein 14-jähriges Mädchen aus der Gewalt eines mutmaßlichen Vergewaltigers gerettet werden konnte, weil sie Passanten das Handzeichen gezeigt hatte.

Mit der Ein-Hand-Geste können Betroffene unauffällig signalisieren, dass sie sich bedroht fühlen und Hilfe benötigen. Die Handfläche wird dabei nach außen gestreckt und der Daumen eingeklappt, dann werden die restlichen Finger über dem Daumen zur Faust geschlossen. Codewort "Ist Luisa hier?" Hat man die Möglichkeit, mit jemandem ins Gespräch zu kommen, hilft "Ist Luisa hier?" Die Frage fungiert als Code, um bei Belästigung, Bedrohung oder Angst vor Übergriffen ohne weitere Erklärung Hilfe zu erhalten. So können sich Betroffene etwa diskret Hilfe beim Servicepersonal suchen, wenn sie in Bars, Clubs oder Restaurants belästigt oder bedrängt werden. Das sollte dann umgehend das Sicherheitspersonal verständigen oder den Notruf wählen.

Codewort "Maske 19"
Die Union deutscher Zonta Clubs hat zudem die Initiative "Maske 19" ins Leben gerufen: Mit dem Codewort "Maske 19" können sich Betroffene an medizinisches Personal wenden und erhalten umgehend Notrufhilfe. Es genügt, beim Betreten einer Apotheke, Arztpraxis oder Klinik das Codewort zu nennen. Anschließend soll der Polizeinotruf verständigt werden.

 "Notfall SOS"-Trick auf dem iPhone und Hilfetelefon
Wer sich in einer akuten Gefahrensituation befindet und weit weg von anderen Menschen ist, kann sich telefonisch Hilfe suchen. Eine Option ist das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen", das rund um die Uhr unter der Telefonnummer 08000 116 016 erreichbar ist. Wer ein iPhone hat, kann zudem mit der Funktion "Notfall SOS" unbemerkt und schnell einen Notruf inklusive aktuellem Standort an Rettungskräfte und vorher eingestellte Notfall-Kontakte senden - und zwar ganz, ohne dabei auf den Bildschirm gucken zu müssen. Die Funktion aktiviert man in den Einstellungen unter dem Menüpunkt "Notruf SOS". Um den Notruf in einer Gefahrensituation abzusetzen, drückt man fünfmal schnell hintereinander auf den Power-Button des Geräts.