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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Sonntag, 1. September 2013

Dichterhain: NACHT von Birgit Burkey


Nacht


Die Nacht fällt aus dem Himmel,
schwarz und schwer,
wie dunkles Leinentuch.
Sie erstickt die letzten Farben
des gehenden Tages.
Stille breitet sich aus,
wenn die Nacht Koseworte flüstert.

© Birgit Burkey

Freitag, 16. August 2013

Fantasien zur Nacht: NACHT von Birgit Burkey


Nacht

Die Nacht fällt aus dem Himmel,
schwarz und schwer,
wie dunkles Leinentuch.
Sie erstickt die letzten Farben
des gehenden Tages.

Stille breitet sich aus,
wenn die Nacht Koseworte flüstert.

©Birgit Burkey

Montag, 29. Juli 2013

Dichterhain: LEBENSTRAUM von Anner Griem

Filmszene aus ANGEL - EIN LEBEN WIE IM TRAUM

lebenstraum

lebend
erwarten wir
den tag
um über
die zeit
zur nacht
dem leben
im traume
entgegen
zu dämmern



(c) Anner Griem

Freitag, 28. Juni 2013

Dichterhain: UNERHÖRT von Andreas Noga

(c) Helene-Steffi

unerhört

mit den ohren suchen wir lücken
im lärm der untoten nacht
wollen stille

unter rädern in motoren
wollen hören
was sich leise mitteilt

zum beispiel den wind
er hat immer zu erzählen
von gräsern büschen bäumen

seine botschaften
werden überrollt
vom fahrenden volk

in die straße (verbissen)
das verfluchte geräusch
des verkehrs 


(c) Andreas Noga, aus Lücken im Lärm

Samstag, 18. Mai 2013

Nachtjäger von Thomas Reich




Nachtjäger


Wir rasten nicht des Nachts, uns wachsen Dornen aus der Haut, unsre blutigen Rosen, wir jagen dem Mond hinterher. Wir sind die hetzende Meute / des Königs beste Wölfe, wir sind die Viehtreiber, die Schlachtenrufer, Purzelbäume schlagend durch unsere vielfältigen Existenzen. Wo oben gestern noch war unten und durcheinander, ich weiß es nicht mehr. Die Sterne kamen und nahmen meine Gedanken mit auf ihre Reise in ihrem Kometenschweif. Explosionen vernichteten die Wegelagerer bei Vollmond, Ektoplasma röchelnd.

Ich gehe von Feuertaufe zu Feuertaufe, ich friere, ich brenne, meine Haut härtet aus. Das gebrannte Kind scheut das Feuer nicht, nicht Brandnarben noch kochende Haut. Sollte es es nicht scheuen, wo sein Kopf die Kindlichkeit ausschwitzt just in diesem Moment? Sollte es es nicht scheuen, die Gedanken ein lichterlohes Kornfeld? Das Ballett der Epileptiker tanzt & lacht, oh ja. Schadenfreude spielt mit: Das arme Kind, es wird sich noch den Kopf zerbrechen.

Warum rennen wir überhaupt? Versuchen wir zu fliehen? Wovor eigentlich? Deine roten Schuhe,  Dorothy. Nur ich bin es, der rennt / du bist es nicht / mir kommt es nur so vor durch Merlins große Zauberkugel. Der Löwe sucht seinen Mut die Vogelscheuche ihren Verstand, der Blechmann sein Herz und mit allen dreien eint mich der gemeinsame Verlust dieser Besitztümer. Sie gingen dahin im großen Sturm in Kansas, der die ganze Hütte/Heimat/Trutzburg weggefegt hat.

Plutoniumglühen auf den Wangen von den sanften Flügeln der Komprimierung. Sie stampfen mich ein zu einem Presswürfel in der Schrottpresse eines Autofriedhofs. Mit jedem Tag fühle ich mich mehr und mehr wie ein funkensprühender Sicherungskasten. Heiß und schmorend, kurz vor dem großen Knall. Die Tage des Erschießungskommandos, ich halte den Zettel mit dem schwarzen Fleck in der Hand. Ich liege im Schützengraben, die Hände vor den Ohren und höre die Kugeln über mir sausen. In der Todeszelle warte ich, ohne Nachricht, harre bange Minuten, Stunden, Sekunden. Die Luft kurz vor einem Gewitter: Die Haut kribbelt & juckt, Ozongeruch. Tage des Donners (in Erwartung).

Die Sichel des Mondes ist die Klinge des Sensenmannes / ewiger Schnitter / sein Schatten hängt über der Stadt. Ich spüre die Gegenwart dieses grimmigen Wächters, genauso wie ich den kalten Hauch seiner rücksichtslosen Macht in meinen Gliedern spüre wie Tachyonen Echos in der Zeit. Jemand hat einen Stein ins Wasser geworfen, die Oberfläche zieht Gischtringe, Detonationswelle einer Atomexplosion.

(c) Thomas Reich, 2007

Sonntag, 5. Mai 2013

Blick ins Atelier: FRAU 02 von Reiner Langer




Frau 0230 x 40 cm , auf Papier, Collage, 
handkoloriert und überzeichnet, im Original und als 
C-Print-Auflage (5 Expl. nummeriert und signiert) erhältlich.

Reiner Langergeb. am 5. Oktober 1955 in Duisburg, 
lebt auch wieder dort. Er ist Autodidakt und legte seinen 
künstlerischen Schwerpunkt auf  Dada und
Phantastischen Realismus. Mehr über den Künstler

Dienstag, 30. April 2013

Fantasie zur Hexennacht: BEFREIUNG von Stefan Vieregg


BEFREIUNG (frei nach Faust)

Wenn lüsterne Flammen die Warzen verbrennen
greift Hexe zum rettenden Ginsterbesen
doch es hat keinen Sinn mehr zu rennen
denn Hex wird bald Hex gewesen ...

Da! Der erlösende Griff in das brodelnde Hitzefass
zieht sie empor aus dem sicheren Tod.
Ihr Lover, ein Magier, außer Atem schon ganz nass
rettet sie galant aus der schweren Not.


Voll füreinander entbrannt und mehrfach entfacht
reiten sie mit den anderen um die Wette
hinauf und hinab die Bögen der Nacht.
Heute gilt's! Gesprengt die widerliche Kette.

(c)  Stefan Vieregg

Freitag, 19. April 2013

Fantasien zur Nacht: NACHTSTIMMEN von Birgit Burkey



Nachtstimmen

Ich eile
durch die leergefegten Straßenzüge
der nachttrunkenen Stadt.

Milchige Laternenstrahlen
kitzeln mein Gesicht,
am Himmel hängt
ein blasser Mond.


Aus Fenstern dringen Stimmen,
streitende Stimmen,
liebende Stimmen,
wütende Stimmen,
freudige Stimmen,

jedoch,

in meinem Kopf
klingt nur die deine.


© Birgit Burkey

Freitag, 12. April 2013

Fantasien zur Nacht: HUNGRIGE NACHT von Birgit Burkey


Hungrige Nacht

Ewig hungert die Nacht,
gefräßig verschlingt sie Helligkeit
und verschont nur
den Schein von Stern und Mond.

Im Schutz meines Fensters
entzünde ich eine Kerze.

Sie trotzt den dunklen Schatten,
ihre sensible Flamme
malt Bilder an die Wand,
Bilder gegen meine Angst.

Ich tauche ein, ins wächserne Licht,
spüre schläfrige Geborgenheit.


© Birgit Burkey

Mittwoch, 6. März 2013

Dichterhain: ENDE FEBRUAR von Andreas Noga



ende februar

die amseln hören (endlich)
dann dasitzen bis die nacht

im westen den letzten schimmer
mit dunkelheit lackiert

überm aderschwarz der bäume
dazu ein glas roten (dolce)

aufgeladen mit wärme
die in der flasche überwinterte

bis heute

(c) Andreas Noga (aus: Lücken im Lärm)

Freitag, 1. Februar 2013

Fantasien zur Nacht: SCHWARZE KÜSSE von Erika Ott

 

Schwarze Küsse


Schwarze Küsse
im nächtlichen Stiegenhaus
tanzen und kichern leise
die Gäste im oberen Stockwerk
wenden sich augenzwinkernd
einander zu
buntes Treiben
dringt dort aus hellen Wänden
geheimnisvolle Blicke
und Illusionen von Freizügigkeit

blinde Moschus-Malven
schweben über die Stiegen
hinauf und hinab
finster dein Haar
und aufgelöst das Antlitz
unsere warmen Münder
begegnen sich wieder und wieder
Küsse wie Kissen
schattig und glänzend
ich lege mich zögernd hinein
unsere Nachtfalter
schweben davon
ins gestaffelte Senkrechtmeer
wir halten uns aneinander
auf unserer unsichtbaren Minutenbühne
und in gespannter Lautlosigkeit. 


(c) Erika Ott

Samstag, 5. Januar 2013

Fantasien zur Nacht: NUR EINE NACHT von Moonlight



Nur eine Nacht

Sternenlichter fielen leise,
perfekter Auftakt der Nacht.
Traumstart unserer Reise,
der Himmel hat uns zugelacht.

Kusstrunken und sinnenverfangen,
hab ich Dich sanft verführt.
Taumeltanz - rund ums Verlangen
und es hundertfach neu gespürt.

Zart wie Seide - heiss wie Feuer,
Haut an Haut ganz nah gelegen.
Auftakt in ein Liebesabenteuer,
aufgewühlt und doch verlegen.

Feuerwerke am Firmament,
ausgelöst - durch Dich allein.
Spürten wir - der Himmel brennt,
flogen bebend in ihn hinein.

Zärtlichkeit - die uns umhegte,
während wir einander lauschten.
Ein letztes Beben - das uns verwehte
und in den Poren als Echo rauschte.

Still und stürmisch - kalt und heiss,
in der Gefühlsachterbahn gesessen.
Flüsterworte streiften unsere Ohren leis´,
diese eine Nacht - werde ich nie vergessen.

© by Moonlight hexenmond@gmx.de

Sonntag, 16. Dezember 2012

Dichterhain: POESIE DER NACHT von Birgit Burkey



POESIE DER NACHT


Lichthell webt sich der neue Tag
ein Kleid aus Erinnerungen
an die vergangenen Nachtstunden.

Träume zerfließen im Morgenlicht,
die Poesie der Dunkelheit
reist mit mir der Sonne entgegen,

schenkt mir Zeit aus Fantasie
bis mich die Nacht wieder
schützend in die Arme nimmt.

© Birgit Burkey 2010

Freitag, 23. November 2012

Fantasien zur Nacht: NACHTIDYLL von Stefan Vieregg


Nachtidyll

Blauer Mond
am Himmel der Nacht
wiegt sich
zu feinem Wortgeflüster des Windes,
ulkende Maulwürfe beobachten
streunende Passanten
Katzen in Lauerstellung
liebende Münder sich finden,
tanzen
auf dem Rot
der Lippen entlang,
überfluten
die Geister
mit Streichellawinen
das Kreuz aus dem letzten Jahrhundert
verwitternd sich verneigt
das Ich
unter dem Dach
der Welt sprachlos,
offen der Blick
in tiefe helle Abgründe
ein Traum, dich zu finden,
in der Oase mit dir zu leben.

(c) Stefan Vieregg

Montag, 12. November 2012

Dichterhain: FEENFLÜGEL von Harma-Regina Rieth

(c) Harma Regina Rieth
FeenFlügel

Ein leises Rauschen in der Nacht …
ihr FeenFlügel schwingt ganz sacht
nochmals die Nacht erleben und spüren
ein Hauch des Liebens und des Verführens
zum nächsten Flug erneut bereit
verhallt
und es entschwindet das Geräusch in der Unendlichkeit

Ein leises Rauschen in der Nacht ...
ihr FeenFlügel schwingt ganz sacht
taucht wieder ein in die schwarze Nacht
dunkle Wolken umschwebend seine Gefühle lebend
tragen, leiten, treiben
im Meere der Sehnsüchte
dem Ziele bedingungslos
und willenlos entgegen

Ein leises Rauschen in der Nacht...
ihr FeenFlügel schwingt ganz sacht
geduldig wartend auf die Enthüllung
Lippen auf dem Nacken spürend
als Erfüllung
sanft prickelnde Schauer erzeugend
keine Minute vergeudend
liebkosende Worte hörend
ihre Augen blicken betörend
Flügel die dich halten
und auffangen
um aus dem Gefühlsstrudel herauszugelangen

Ein leises Rauschen in der Nacht …
ihr FeenFlügel schwingt ganz sacht
umspielt den Körper mit zartem Klang
bis eine Stimme leise sang Flieg kleine Fee flieg hinein ins Licht
Die aufgehende Sonne ist schon in Sicht
würdest du im Flug jetzt fallen
hörte man den Flügelschlag verhallen

Ein leises Rauschen in der Nacht …
ihr FeenenFlügel schwingt ganz sacht
hörst ihn noch leis am hellen Tag
in sich gekehrt gefolgt von Innerer Stille
und voller Lieblichkeit
zum Nachtausflug erneut bereit …

Trenne dich nicht von Träumen und Illusionen
denn wenn sie erst entschwunden
werden sie aufhören zu existieren
und du wirst die Gabe verlieren zu lieben und zu leben
Nächte ohne Beben

Und sie erwacht aus ihrem Traum
Es verstummt das Verlangen und leise Rauschen in der Nacht
und der FeenFlügel wurde vom FeenHaarPinsel auf ihrer Haut
erst sichtbar gemacht …


© Harma Regina Rieth


Ich bedanke mich beim Modell für die Gelegenheit, es auf der Leinwand festzuhalten zu dürfen. Dem FeenHaarPinsel und mir war es eine Freude, die Bilderserie FrauenBilderBogen mit diesem Motiv zu bereichern.

Freitag, 5. Oktober 2012

Dichterhain: NACHTFLÜGE von Karin Michaeli

Nachtflüge

In tiefer Nacht
streift ein Flügel
mein Gesicht.

Eine Möwe
sitzt neben mir -
macht eine Pause

auf ihrem Flug
über die Meere
auf meinem Bett.

Ein Glas Wein
reicht sie mir.
Sie schreit, lacht.

Schaut mir in
die Augen frech -
ich trinke durstig,

bekomme Flügel,
erhebe mich trunken
und fliege mit.


(c) Karin Michaeli
, Düsseldorf

Freitag, 14. September 2012

Dichterhain: NACHTGOLD von Birgit Burkey

Split, Kroatien (c) nasty

 
















NACHTGOLD

Schwarze Seide spannt sich,
von Osten nach Westen,
die Nacht präsentiert mir
ihr schönstes Abendkleid,

geschmückt mit Sternperlen,
die sich um den Mond ringeln
und mit ihrem zarten Glanz
das Himmelszelt erhellen
.

Nachtgold hüllt die Erde ein,
legt sich schützend über sie,
bettet meine Seele in Stille
und wiegt mich in den Schlaf.


© Birgit Burkey 2010, www.rsd-radio.com

Freitag, 7. September 2012

Fantasien zur Nacht: DROGE DER NACHT von Birgit Burkey

Droge der Nacht

Patti Smith
Deine Anwesenheit berauscht,
bist meine Droge der Nacht,
Vernunft hat kein Gewicht,
nur das Federspiel zählt.
Tanzende Zärtlichkeit
auf meinen Brüsten,
sanfte Berührung
auf meiner Haut,
Sinnlichkeit pur.

Bist meine Droge der Nacht –
mein Todesurteil.


© Birgit Burkey, 2012, www.rsd-radio.com

Donnerstag, 26. Juli 2012

Dichterhain: UND SIE TANZTEN BIS ZUM MORGEN













Und sie tanzten bis zum Morgen

Ach, wie leicht ist doch die Hülle,
wenn man tanzt die ganze Nacht.
Schwerelos sind Arm und Beine,
und das Herz es springt und lacht.

Könnt ich tanzen doch im Himmel,
und auf Erden wie ich´s will.
Schwerelos sind meine Glieder,
letzter Ton wird endlich still.

Und wir tanzten bis zum Morgen,
tanzten uns die Seele frei.
Schwerelos sind wir geflogen,
Du und ich und Du - wir drei.

Ach, wie leicht sind unsre Glieder,
grad als wären sie nicht da.
Schwerelos Arm, Kopf und Beine,
doch wir drei sind uns nun nah…

© Ute AnneMarie Schuster, Weiz, Austria

Freitag, 13. Juli 2012

Fantasien zur Nacht: SEHNSUCHT von Marianne Rauch




Sehnsucht


Ich schaue dich an
Dein entspanntes Gesicht
im unschuldigen Schlaf
So nah dicht neben mir

Sanft und behutsam
Streichen meine Finger
Über deine Stirn
Fahren durch dein Haar

Du seufzt verstohlen
atmest tief ein
Unsere Sinne beginnen
Des Nachts zu erblühen

Deine Hände suchen nach mir
Gleiten unendlich zart
Meinen bebenden Körper entlang
Dass ich es kaum spüre

... Nur ein Hauch
Ein lieblicher Traum ...

© Marianne Rauch
http://www.lyric-atmosphere.blogspot.com/