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Dienstag, 1. Januar 2013

DVD: Reise ins Unbewusste hilft beim Abnehmen ...


Andreas Winters "Abnehmen ist leichter als Zunehmen. Das Live-Event. Film-Mitschnitt aus dem Kongresshaus Zürich", erschienen bei Mankau Verlag ist eine Coaching-DVD. Damit soll man abnehmen können? Kann das funktionieren? „Ja!", lautet Andreas Winters klare Antwort. „Abnehmen geschieht ganz automatisch durch eine Erkenntnis, nicht durch Sport- oder Ernährungsprogramme." Seit über 25 Jahren verhilft der Diplom-Pädagoge und Psychocoach Menschen aus aller Welt dazu, mittels Bewusstmachung verborgener Stressauslöser ihre Gewichtsreduktion zu starten.
Diese DVDs sind der Live-Mitschnitt eines Gruppencoachings, durch welches es vielen Menschen gelang, das Zunehmen zu stoppen und die Gewichtsabnahme einzuleiten. Dieses Programm bietet nicht nur eine effektive Unterstützung beim automatischen Abnehmen, sondern kann durch die Steigerung der Stressbelastbarkeit Einfluss auf Ihre gesamte Lebensqualität nehmen.
Andreas Winter als Mentalcoach live - humorvoll, provokant und erkenntnisreich. Mit klaren Worten und anschaulichen Beispielen packt er den Zuschauer und führt ihn Schritt für Schritt zu seinem Abnehm-Ziel.


Zum Autor:
Diplom-Pädagoge Andreas Winter (geb. 1966) leitet als psychologischer Berater das Institut Powerscout Wellness Coaching in Iserlohn. Durch seine mitreißenden Vorträge und seine erfolgreiche Buchreihe „Der Psychocoach" hat er sich in den letzten Jahren in einer breiten Öffentlichkeit einen Namen gemacht.
Sein Buch „Abnehmen ist leichter als Zunehmen" landete im November 2007 innerhalb weniger Tage in der Top-lOO-Liste von Amazon und auf Platz 2 der Psychologie-Bestseller-Liste; 2011 folgten das gleichnamige Praxisbuch und das Abnehm-Coaching als Hörbuch. Die Reihe erregt nach wie vor große Aufmerksamkeit und führte zu zahlreichen Fernsehauftritten und Radio-Interviews von Andreas Winter.
Andreas Winters Ansatz umfasst die Techniken der tiefenpsychologischen Analyse, Elemente der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) und das Arbeiten mit bildhaften Vorstellungen. Er ist Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte.

Samstag, 16. Juni 2012

Interview mit Petra Neumayer zum Buch "Heilen mit Zahlen"



Heilen mit Zahlenschwingungen

„Wie eine Stimmgabel können wir mit einer Schwingung, die auf unseren Organismus trifft, in Resonanz gehen und mitschwingen. Auch Zahlen und Zahlenreihen transportieren Schwingungen; dabei können wir eine Frequenz auswählen, die uns zuträglich ist, die genau auf unser individuelles Anliegen oder eine Beschwerde passt, damit diese disharmonische Schwingung wieder in die richtige Balance kommt." Bestseller-Autorin Petra Neumayer („Medizin zum Aufmalen", zusammen mit Roswitha Stark) präsentiert ihren neuen Ratgeber „Heilen mit Zahlen". Darin beschreibt sie verschiedene Heilsysteme von der Zahlenmystik bis zum spirituellen Codesystem, präsentiert heilende Zahlencodes für diverse Anliegen und Beschwerden und gibt zahlreiche praktische Anleitungen und Anwendungsbeispiele.

Was hat Sie dazu inspiriert, sich in Ihrem neuen Buch so eingehend mit zahlenbasierten Heilansätzen zu beschäftigen?
Neumayer: Als ich das erste Mal über das Heilen mit Zahlenschwingungen hörte, habe ich vor meinem inneren Auge sofort eine Brücke gesehen zwischen der Neuen Homöopathie und der Numerologie, zwischen Erich Körbler und Pythagoras: Ob Heilen mit Zeichen, Farben oder Tönen - gemeinsamer Nenner ist, dass alle Erscheinungsformen oder Frequenzen von Zahlen durchdrungen sind, die letztendlich die innere Ordnung der ganzen Schöpfung repräsentieren. Also warum nicht gleich auf direktem Wege mit den Schwingungen der Zahlen arbeiten?

Die Schnittstellen zur Neuen Homöopathie in „Medizin zum Aufmalen" sind augenfällig. Worin bestehen die Unterschiede zu den Körbler'schen Strichcodes und wie lassen sich beide Ansätze sinnvoll kombinieren?
Neumayer: Grundsätzlich lassen sich alle Bausteine aus der Schwingungsmedizin optimal in ein ganzheitliches Heilkonzept integrieren. Bei der Auswahl dieser Bausteine - Symbole, Zahlen, Farben, Bachblüten etc. - sollte man auf seine Intuition vertrauen oder mit einem energetischen Testsystem austesten, was es für die Unterstützung zur Heilung jetzt braucht: einen Körbler'schen Strichcode, eine Heilzahl, eine Farbe, alle drei? Es geht also nicht darum zu werten, was besser oder schlechter ist, sondern auszuwählen, was im Moment individuell gebraucht wird.

Zahlenmystik, Numerologie oder Kabbalah - das geheimnisvolle Wissen über die verborgene Bedeutung der Zahlen ist uralt und in allen Kulturen verbreitet. Wie lassen sich diese Erkenntnisse mit modernen wissenschaftlichen Methoden, etwa aus der Quantenphysik, in Einklang bringen?
Neumayer: Gerade die Quantenphysik schlägt eine Brücke von der modernen Wissenschaft zu den Erkenntnissen vieler Mystiker. Während sich im 17. Jahrhundert die Wissenschaft zum mechanistischen Weltbild hin orientierte und postulierte, dass es keinerlei Verbindung zwischen Geist und Materie gibt, wartet die Quantenphysik heutzutage mit den gegenteiligen Erkenntnissen auf. Um es mit den Worten Professor Dürrs zu sagen: „Im Grunde gibt es Materie gar nicht." Materie ist eine Art geronnener Geist, hinter dem reines Bewusstsein steht.

Das Geburtsdatum oder auch der eigene Name haben in der kosmischen Numerologie eine geradezu schicksalhafte Bedeutung, die das Leben beeinflusst. Wie können hieraus Heilimpulse gewonnen werden?
Neumayer: Im Universum gibt es keine Zufälle. So repräsentiert der Tag der Geburt die Grundenergie des Lebens. Auch Laute, wie sie in Namen vorkommen, repräsentieren spezielle Schwingungen: Ordnet man den einzelnen Buchstaben Zahlen zu, so erhält man die Zahl seines Namens - man spricht auch von Persönlichkeitszahl -, die viel verrät über Anlagen und Charaktermerkmale.

Immer und überall sind wir von Zahlen umgeben, die weit mehr Bedeutung für uns haben, als ihr numerischer Wert vermuten lässt Wenn es möglich ist, aus Zahlencodes Heilimpulse zu empfangen, kann auch das Gegenteil der Fall sein. Gibt es so etwas wie „gesundheitsschädliche" Zahlen?
Neumayer: Nein, meiner Meinung nach nicht. Zahlen als solches sind neutral, es gibt keine guten oder schlechten Zahlen. Und wenn wir eine Zahl für ein bestimmtes Anliegen auswählen, dann befassen wir uns ja ganz aktiv mit dieser Heilzahl und versuchen, durch verschiedene geistige Techniken mit ihrer Schwingung in Resonanz zu gehen. Man könnte sagen, dass es sich ähnlich wie mit dem berühmten Ausspruch aus der Astrologie verhält: „Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur geneigt." Sehr sensible Menschen schützen sich jedoch beispielsweise vor den zahlenbasierten Strichcodes auf Lebensmittelverpackungen, damit diese Information nicht auf die Nahrung übertragen wird. Hier hilft es, den Strichcode auf der Verpackung einfach durchzustreichen.

Die Zahlencodes des russischen Geistheilers Grigori Grabovoi stehen für eine Renaissance der Numerologie, die sich nicht nur auf die Heilung von Erkrankungen bezieht, sondern ebenso auf die harmonische Entwicklung der Welt und die Rettung aller Wesen. Wie schätzen Sie diesen hohen Anspruch ein?
Neumayer: Ich bin froh um diese Weltanschauung und diesen allerhöchsten Anspruch. Sie zeugt von der Erkenntnis, dass wir keine isolierten Wesen sind, sondern im Kontext mit allen Wesen, ja dem ganzen Universum stehen. Es geht um die Vervollkommnung der Seele und das Einssein mit dem Schöpfer.

Wenn wir uns mit bestimmten Zahlen beschäftigen, erfährt der Körper eine bestimmte Frequenz, die sich auf unser System auswirkt Wie kann man sich das vorstellen und woher weiß ich, welche Zahlen für mich wichtig sein können?
Neumayer: Wie eine Stimmgabel, die in Resonanz geht und mitschwingt, können auch wir mit Schwingungen, die auf unseren Organismus treffen, in Resonanz gehen. Hören wir eine schöne Melodie, dann können wir mit ihr mitschwingen, mitsingen, dadurch verändert sich gleich unsere Stimmung, wir werden fröhlich. Bei „Heilen mit Zahlen" wählen wir für uns selbst in Form eines Zahlencodes eine Frequenz aus, die uns zuträglich ist, die genau auf unser individuelles Anliegen oder eine Beschwerde passt, damit diese disharmonische Schwingung wieder in die richtige Balance kommt. Gehen wir also mit einer unseren Organismus stärkenden Schwingung einer Zahlenreihe in Resonanz, dann kann sich unsere Eigenschwingung auf diese Frequenz einstellen. Man kann Zahlencodes intuitiv auswählen, bestimmte Testverfahren anwenden oder sie geistig empfangen. Wie das geht, habe ich in meinem neuen Buch ausführlich beschrieben.

Dienstag, 5. Juni 2012

Buchbesprechung: HEILEN DURCH ERKENNTNIS von Andreas Winter

Ein neunjähriges Mädchen liest seiner Mutter ein paar Fragen vom Blatt vor; wenig später verschwinden deren chronische Fußschmerzen.
Ein Student unterhält sich in einer Kneipe mit seinem Freund über dessen Migräne; die Kopfschmerzen bleiben daraufhin aus.
Ein Blumenhändler schreibt eine kurze E-Mail an eine ihm fremde Frau; schlagartig ist diese von ihrer Eiweißallergie geheilt.
Offenbar haben bestimmte Fragen und Aussagen das Potenzial, langjährige Blockaden und Symptome im Nu aufzulösen.
Wunderheilung? „Nein, angewandte moderne Tiefenpsychologie“, sagt Diplom-Pädagoge Andreas Winter. „Psychologie ist kein Elfenbeinturm und Psychotherapie ist kein heiliger Gral. Wir alle haben eine Psyche, wir alle können mit dem richtigen Grundverständnis hilfreich psychologisch arbeiten“, davon ist der Autor überzeugt. Und der Erfolg gibt ihm Recht: Hunderte von Winter geschulte, psychologisch interessierte Laien und natürlich auch Profis bekämpfen Symptome wie Übergewicht, Allergien, Neurodermitis, Phobien und sogar Borderline-Störungen in Rekordzeit. Durch das bloße Bewusstmachen frühkindlicher Ursachen und das Vermitteln der intelligenten Logik eines Symptoms verändern sich plötzlich Empfindungs- und Verhaltensmuster der Klienten – und somit deren Beschwerden.


Interview mit dem Autor:
Am Anfang Ihres Buches sprechen Sie von der verblüffenden Erfahrung, die Sie bereits als Pädagogik-Student machten: Chronische Krankheiten lassen sich demnach durch eine Erkenntnis heilen. Was brachte Sie zu dieser Erkenntnis? 


Winter: Mit großer Spannung las ich Bücher über die machbaren Erfolge durch Suggestionen in Hypnose. Die Beschleunigung von Wundheilung, Beseitigung von Schmerzen, Hautproblemen und Übergewicht, einfach alles schien möglich. Ermutigt durch die bestehende Literatur begann ich meine eigenen Erfahrungen zu sammeln und siehe da – es stimmte. Zunächst arbeitete ich viel mit Menschen, die Phobien, Übergewicht oder das Rauchen loswerden wollten. Später kamen Menschen zu mir, die durch chronischen Stress organische Krankheiten bekommen hatten. Die Heilung geschieht dabei selbstverständlich nicht durch mich, sondern ganz allein dadurch, dass der Stressauslöser als unschädlich wahrgenommen wird. 

In „Heilen durch Erkenntnis“ beschreiben Sie unter anderem Ihren beruflichen Werdegang und die Einflüsse, die auf die Entwicklung Ihres Ansatzes einwirkten. Welche psychologischen, philosophischen oder therapeutischen Ideen haben Sie besonders geprägt?
 
Winter: Die Ansätze von Alfred Adler, eines Pioniers der Individualpsychologie, haben mich besonders beeindruckt. Adler beschreibt als erster, welche Folgen frühkindliche Traumatisierungen auf das Verhaltensmuster von Erwachsenen haben. Das leuchtete mir damals sehr ein. Auch Milton Erickson, der amerikanische Reformator der Hypnosetherapie, inspirierte mich sehr, weil er nicht mit direkten hypnotischen Befehlen und Suggestionen arbeitet, sondern mehr mit Überzeugung, Erkenntnissen und Schlussfolgerungen.

Ihr methodischer Ansatz ist äußerst erfolgreich, aber ungewohnt einfach. Geraten Sie da nicht auch in Konflikt mit Fachkollegen oder Schulmedizinern?

Winter: Nein, ganz im Gegenteil! Meine Ausbildungen werden besucht von Heilpraktikern, Allgemeinmedizinern, Psychotherapeuten und sogar Angehörigen der Pharmaindustrie! Ich ernte sehr viel Zuspruch bei all denen, die mit meinem Ansatz gute Erfahrungen machen konnten. Allerdings gehört schon eine Portion ideologische Offenheit dazu zu begreifen, dass unsere Symptome meist stressbedingt sind. Stress ist hier zu verstehen als erhöhter Anpassungsdruck, und der einzige Stressauslöser ist Unfreiwilligkeit: Alles, was Sie unfreiwillig tun oder womit Sie in Dissonanz, in Widerstand treten, sorgt für Stress. Dieses Ungleichgewicht zwischen Wollen und Sollen lässt chemische Botenstoffe, die Stresshormone, im Körper ausschütten und das wiederum kann auf lange Sicht den Körper schädigen. Die Erkenntnis der eigentlichen Stressursachen aber führt zu einer emotionalen Neubewertung der wahrgenommenen Reize und baut den Stress ab – die Symptome verschwinden, Krankheiten heilen.

Im allgemeinen Verständnis von Medizin herrscht die Annahme, dass eine wirkliche Heilung unwahrscheinlich, wenn nicht sogar unerwünscht ist. Wie kam es zu dieser pessimistischen Grundhaltung der heutigen Hippokrates-Nachfolger und was sind die Konsequenzen dieser Auffassung?

Winter: Das ist eine gute Frage. Meiner Meinung nach begann es in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, einhergehend mit der europäischen Industrialisierung, dass die bis dato recht vielversprechende, aber noch komplizierte und langwierige Psychotherapie plötzlich durch schnelle Medikamentengabe verdrängt wurde. Es war der Druck der Leistungsgesellschaft, der eine rasche Symptomunterdrückung dem Lösen der Krankheitsursachen vorzog, damit Arbeiter schnell wieder einsatzklar waren. Hieraus entwickelte sich eine bedingungslose Medizingläubigkeit, die von der Medizinindustrie, speziell der Pharmaindustrie, leicht auszunutzen war und auch ausgenutzt wurde: Man suggeriere den Menschen, sie seien ursachenlos krank, und verschreibe ihnen das Gegenmittel, ohne tatsächlich zu heilen. Dieses Gegenmittel wird so gestaltet, dass es Nebenwirkungen hat, gegen die man ebenfalls Medikamente verschreiben kann. In diesem Sinne werden an den Universitäten weltweit Mediziner ausgebildet, die einer echten Krankheitsursache machtlos gegenüberstehen und somit Heilen für unmöglich halten. Das dauerhafte Verschieben  von Symptomen ist zu einem lukrativen Perpetuum Mobile geworden. Die Leidtragenden sind jedoch nicht nur die Patienten, die sich in lebenslanger medizinischer Abhängigkeit befinden, sondern auch all unsere moralisch integren Ärzte, denen der therapeutische Erfolg verwehrt wird und deren einstige Berufsmotivation, Menschen zu heilen, ad absurdum geführt wird. Es wird also höchste Zeit, dass ein Arzt wieder wirklich heilt, schnell und dauerhaft, damit etwas zurechtgerückt wird, das vor etwa 100 Jahren aus industriellen Interessen heraus ver-rückt wurde.

Regelmäßig wird vor epidemieähnlichen Erkrankungen oder krebserregenden Nahrungsmittelzusätzen gewarnt und zu Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen aufgerufen. Woran liegt es, dass der Mensch trotz dieser vermeintlichen Gefahren noch nicht ausgestorben ist, und was macht uns wirklich krank?

Winter: Wir werden nicht einfach krank, nur weil irgendwo ein Bakterium herumschwirrt. Das kann jeder Mensch an sich selbst beweisen, denn unsere Umgebung ist stets voller Bakterien. Jede Banknote trägt Millionen von Keimen, doch erzeugen diese beim Geldzählen keine Infektionen! In grauer Vorzeit war unser Lebensraum sicherlich ebenfalls keineswegs steril. Wir müssen also schauen: Warum werden einige Menschen krank, während andere gesund bleiben? Stresshormone schwächen aufgrund ihrer blockierenden Eigenschaft den Körper. Ist der Körper abwehrschwach, kann er selbst die geringsten Belastungen nicht verkraften. Fühlt sich ein Mensch jedoch abwehrstark, so können ihm Bakterien und Viren nicht ohne Weiteres schaden. Der Unterschied zwischen dem Gesunden und dem Kranken liegt in der Fähigkeit, mit „Feinden“, also Erregern, Giften usw., gut umgehen zu können. Stress macht den Unterschied, sage ich – und Stress lässt sich durch bestimmte Techniken dauerhaft auflösen. Eine dieser Techniken beschreibe ich in meinem Buch.

Vielen Betroffenen konnte „Erkenntnis“ zur „Heilung“ verhelfen. Woran erkennt ein Arzt oder Therapeut, wann dieser Ansatz noch greift und wann schulmedizinische Unterstützung notwendig ist?

Winter: Wenn eine organische Funktionsstörung ganz klar somatischen Ursprungs ist, etwa der Körper durch Gifte, Strahlung, Druck, Verletzung oder Ähnliches geschädigt ist bzw. sich bereits durch seine Symptome in akuter Gefahr befindet, dann brauchen wir kurative Maßnahmen eines Arztes. Wir brauchen Blutkonserven, Knochenschienen, Gegengifte, Elektrolyte oder Chirurgie, damit der Mensch wieder gesunden kann. Wenn aber ein Symptom ohne somatische Ursache entsteht und zudem dauerhaft auftaucht, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass nicht der Körper die Problemstelle ist, sondern zugrundeliegende Ängste, also Gedankenmuster, welche die Ausschüttung von Stresshormonen begünstigen. In solchen Fällen brauchen wir nur zu schauen: Was hat den Menschen krank gemacht und was braucht er, damit er wieder gesund wird? Ich halte es für völlig in Ordnung, wenn Akutmedizin angewendet wird, um einem Menschen zu helfen, wieder aufnahmefähig zu sein. Ob Kopfschmerztablette oder Hustenlöser, Beruhigungsmittel oder Vitamine – alles ist in Ordnung, solange man damit nicht dauerhaft arbeitet und auch niemandem einredet, von der Einnahme hänge seine Gesundheit ab. Wenn der Krankheitsverlauf nicht linear ist, sondern Ausnahmen zeigt, ist das meist ein Hinweis auf eine psychosomatische Angelegenheit. Ein gebrochenes Bein ist nicht zwischendurch für einen Tag heil, am nächsten wieder verletzt. Bei Asthma oder Allergien dagegen treten durchaus solche Unregelmäßigkeiten auf – ein klares Anzeichen für Psychosomatik: Hier ist das Symptom nur eine Folge von bestimmten angstmotivierten und stressbedingten Stoffwechselvorgängen.

Viele der in Ihren Büchern vorgestellten Fallbeispiele beruhen auf traumatischen Erfahrungen in der frühen Kindheit, die zu einem unbewussten Fehlverhalten führen. Wie kann man diese angstbasierten Verhaltensmuster vermeiden und damit spätere Erkrankungen verhindern?

Winter: Die kurze Antwort lautet: Bevormunden und ängstigen wir unsere Kinder nicht! Kinder brauchen das Gefühl, dass sie ein emotionales Zuhause haben, in welchem sie sicher sind. Jedes Problem sollte eine Lösung haben und vor allem: Nicht die Eltern dürfen der Problemlieferant sein. Erwartungsdruck und Überforderung viel zu unreifer Eltern sind die eigentliche Gefahr in unserer Gesellschaft. Die ausführliche Antwort finden Sie in meinem letzten Buch „Zu viel Erziehung schadet!“. Mein neues Buch zeigt, wie man diese Schäden wieder repariert.  

Das Coaching nach Ihrem tiefenpsychologischen Ansatz beruht auf der Entkopplung von unterbewussten Symptomauslösern. Kann jeder diese Technik erlernen und was muss man mitbringen, um als Coach oder Gesundheitsberater erfolgreich zu sein?

Winter: Diesen Ansatz kann jeder begreifen, der Lösungen für Probleme sucht und bereit ist, seine bisherige medizinische Ideologie in Frage zu stellen. Die Technik lässt sich ebenso leicht erlernen, jedoch braucht man, um erfolgreich damit zu arbeiten, entweder einen wirklich reflektierten Patienten, der mitdenkt, versteht und umsetzt, was man ihm darlegt, oder eine Menge didaktisches Geschick und Überzeugungskraft. Das nötige psychologische Grundwissen und die Analysetechnik lassen sich schnell vermitteln.

Dienstag, 17. April 2012

Buchbesprechung: Heilen mit Zahlen



Petra Neumayer
Heilen mit Zahlen
Von der Zahlenmystik bis zum spirituellen Codesystem
Mit großem Praxisteil
November 2011, Klappenbroschur, 14 x 21 cm, 158 S.,
14,95 € (D), Mankau Verlag

Fast jeder hat eine Glückszahl, tippt spezielle Zahlen beim Lotto oder verbindet „Freitag, den 13." mit Aberglauben. Warum wird seit jeher bestimmten Zahlen eine Wirkung zugeschrieben, die weit über ihre numerische Bedeutung hinausgeht?
Zahlen und Zahlenreihen besitzen nicht nur einen quantitativen, sondern auch einen qualitativen Wert, eine Information. Man kann sich Zahlencodes als konzentrierte „Schwingungspakete" vorstellen, durch die der Organismus eine bestimmte Frequenz erfährt. Diese Information ist gleichsam die Sprache des Universums, die Materie schafft und organisiert. Gezielt eingesetzt können diese Informationsfelder Schwingungen, die aus der Balance geraten sind, wieder in ihren harmonischen Urzustand versetzen.
Von der über 5.000 Jahre alten Zahlenmystik über Kosmische Numerologie und Heilige Geometrie bis hin zu spirituellen Codesystemen indischer und russischer Geistheiler wie Grigori Grabovoi - in diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie auf einfache Art und Weise mit Zahlen für Heilung und Wohlbefinden arbeiten können. Der Einsatz der geheimnisvollen Fibonacci-Sequenz wird hier ebenso erklärt wie der Umgang mit der heiligen Heilungszahl nach Dr. Zhi GangSha.
Zahlreiche praktische Anleitungen, Fallbeispiele und Testlisten zeigen Ihnen, wie Sie Zahlencodes - unter anderem Grabovoi-Zahlenreihen für die hundert wichtigsten Beschwerden - unterstützend bei Selbstheilungsprozessen, zur Regeneration und für mehr Lebensfreude anwenden können.

Zur Autorin:
Petra Neumayer, geboren 1960, lebt als freie Medizinjournalistin, Dozentin und Autorin in der Nähe von München. Sie hat zahlreiche Bücher über Nahrungsergänzungen, Alternativmedizin und Naturheilkunde veröffentlicht, darunter die Bestseller-Reihe „Medizin zum Aufmalen" (zusammen mit Roswitha Stark), und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Informations- und Schwingungsmedizin.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Tageshinweis zum Abnehmen in Iserlohn


 4. Januar 2012: Öffentlicher Vortrag von Andreas Winter; DRK Zentrum Iserlohn, Karnacksweg 35a, 58636 Iserlohn, Beginn 19:00 Uhr

"Gute Vorsätze und das ewige Scheitern. – Warum nach anfänglicher Euphorie wieder der Schlendrian zurückkehrt“"

Samstag, 12. November 2011

Buchbesprechung: Homöopathie - warum und wie sie wirkt



Sven Sommer
HOMÖOPATHIE
WARUM UND WIE SIE WIRKT
Murnau 2011, 335 S., Paperback,
14,95 € (D), Mankau Verlag

„... und ich glaube jetzt eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes,
seitdem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde.“
(Johann Wolfgang von Goethe)


„… plausibel und unglaublich in einem, rätselhaft und wirkungsvoll,
ein Gebilde von gestern und von morgen.“
(Prof. Dr. Peter Sloterdijk)




Immer deutlicher zeichnet sich in den letzten Jahren ab, dass die kleinen „Globuli“ sehr beliebte alternative Heilmethoden im deutschsprachigen Raum sind, auch die Effektivität wird anders gesehen als aus wissenschaftlicher Sicht.
Eine Vielzahl klinischer Studien und über achtzig Prozent der veröffentlichten Experimente zeigen Erfolge der Homöopathie, obwohl der exakte Wirkmechanismus bisher nicht geklärt ist. Die Leute kaufen viel und regelmäßig Homöopathieratgeber und behandeln sich, ihre Kinder und Haustiere damit. Bei Verlagen daher ein beliebtes Thema in regelmäßiger Neuauflage. Was bringt uns das Buch Neues?

Sven Sommer setzt auf das klassische Selbstbehandlungsmuster und führt den Leser unterhaltsam und leicht verständlich in die faszinierende Welt der Homöopathie ein; sein spannender Einblick in erstaunliche geschichtliche Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse macht deutlich, dass die Homöopathie der Schulmedizin seit zweihundert Jahren einen Quantensprung voraus sein dürfte.
Neben der naturwissenschaftlichen Seite führt das Buch auch in die psychologische Homöopathie ein und belegt, dass der ganzheitlichen Heilmethode der Brückenschlag zwischen menschlicher Psyche und Soma gelingt. Die Konstitutionsmittel sind für die Homöopathie elementar in der Heilung des gesamten Organismus. Reine Symptomkurierung sind ihr in der Tradition eigentlich fremd, weswegen viele Therapeuten und Bücher quasi falsche Ansätze haben. Der Autor stellt 10 der Konstitutionsmittel vor und bietet damit den zehn häufigsten Konstitutionstypen in der Homöopathie Hilfe bei körperlichen und psychischen Problemen. Auch er verzichtet nicht auf eine schnelle Symptomkurierung in Form einer Haus- und Reiseapotheke, berichten doch viele Patienten, dass vage Tipps und Mittelangaben schon geholfen hätten.


Zum Autor:
Sven Sommer (geb. 1963) hat in Heidelberg Chemie studiert, bevor er auf die Naturheilkunde
umstieg und Heilpraktiker wurde. Seit 1992 arbeitet der Absolvent der Heilpraktikerschule Josef
Angerer in München in einer eigenen Praxis. Studienreisen an die Universitätsklinik von Chengdu
in China und an Homöopathie-Kliniken in Indien vertieften sein Wissen. Er hat zahlreiche Bücher
über Homöopathie geschrieben, die in 20 Ländern erschienen und über 1,5 Millionen Mal verkauft wurden.




Montag, 24. Oktober 2011

Buchbesprechung: Abnehmen ist leichter als Zunehmen


Andreas Winter
Abnehmen ist leichter als Zunehmen
Das Praxisbuch
Murnau 2011, Paperback mit Audio-CD, 117 S.
16,95 € (D), Mankau Verlag

Abnehmen hat nichts mit Essen zu tun – und ist sogar leichter als Zunehmen! Mit diesen Thesen verblüffte der Diplom-Pädagoge Andreas Winter bereits in der Vergangenheit. Sein Buch Abnehmen ist leichter als Zunehmen landete im November 2007 innerhalb weniger Tage in der Top-100-Liste von Amazon und auf Platz 2 der Psychologie-Bestseller-Liste.
Mit seinem neuen Praxisbuch zum Thema klärt Winter nun über den Zusammenhang zwischen Gefühlen und Körperfunktionen auf. In einem 10-Tage-Programm können Sie Ihren Stoffwechsel umprogrammieren: vom Zunehmen zum Abnehmen, ganz im Einklang mit Ihrem Körper und Ihrer Gesundheit. Dabei ist es gleichgültig, ob, was und wie viel Sie essen – das Abnehmen geschieht durch ein anderes Bewusstsein und Gefühl beim Essen.
Mit dem beiliegenden Abnehm-Coaching auf zwei Audio-CDs haben Sie die Möglichkeit, andere Gehirnareale anzusprechen als mit dem gelesenen Text. Die Hörversion spricht Ihr Unterbewusstsein direkt an. Und wirkt dabei fast so effektiv wie ein persönliches Coaching!


INTERVIEW
Ihre provokante wie überraschende These lautet, dass die Gewichtszunahme gar nichts mit der Ernährung zu tun habe, sondern mit den Emotionen, die an das Essen geknüpft werden. Wie ist das zu verstehen?
Winter: Dass Zunehmen nicht von der Menge an Nahrung abhängt, sondern nur davon, wie wir diese Menge verwerten, ist nicht eigentlich neu. Jeder weiß, unsere Körperfunktionen unterliegen unseren Gefühlen, und diese wiederum sind längst nicht immer bewusst. Wenn ich etwa eine Speise besonders mag, bekomme ich ein anderes Gefühl als jemand, der diese Speise verabscheut. Letzterer kann sogar davon erbrechen. Halte ich eine Speise für besonders „verboten“, weil sie mir als Kind stets rationiert wurde, bekommt mein Körper von meinem unterbewussten Gefühl den Stoffwechselbefehl, diese seltene Kostbarkeit festzuhalten. Wir nehmen folglich nur durch eine bestimmte Angst vor Mangel zu. Das ist der Grund, warum eine Diät beim Abnehmen hilft: Diese Speisen gelten laut Diätplan als erlaubt und erzeugen kein Gefühl von Mangel, also befreit sich der Körper automatisch von allem, was er nicht benötigt. Man nimmt folglich gar nicht wegen einer Diät ab, sondern sabotiert das Abnehmen lediglich nicht in der Zeit der Diät.

Sie behaupten, dass nicht Disziplin oder Diät beim wirkungsvollen Abnehmen zählen, sondern die intensive Beschäftigung mit sich selbst. Genügt denn ein 10-Tages-Programm zur Auflösung eines Problems, das möglicherweise in der Kindheit angelegt wurde und sich über Jahre hinweg regelrecht breitgemacht hat?
Winter: Ganz ehrlich? Man braucht noch nicht einmal zehn Tage dafür, sondern nur eine Sekunde der Erkenntnis! Doch es ist noch ungeheuer schwierig, einen Menschen davon zu überzeugen, dass er als Kind alles richtig gemacht hat und nun als Erwachsener alles falsch. Als Kind haben wir gegessen, wenn wir Hunger hatten. Wir haben gegessen, worauf wir Lust hatten, und haben aufgehört zu essen, wenn wir genug hatten. Das hat seit Anbeginn der Menschheit funktioniert und hielt uns gesund. Dann aber kam die industrielle Einmischung, die uns vorschrieb, was wir zu essen hatten, und wir glaubten daran. Nun komme ich daher und sage: „Glaube nicht, sondern beweise!“, und das ist der Knackpunkt: Diese zehn Tage, auf die das Programm angelegt ist, sind eine einzige Ermutigung zum Sich-Selbst-Vertrauen. Ich gehe damit einfach auf Nummer Sicher, denn ich möchte, dass ein jeder, der abnehmen möchte, mit diesem Buch nicht nur erfolgreich sein Übergewicht reduziert, sondern auch dauerhaft immun ist gegen alle Einschüchterungen seitens der Diätindustrie.

Man kann sich gut vorstellen, dass Ihre Thesen von der so genannten Diät- oder Gesundheitsindustrie nicht gerade wohlwollend aufgenommen werden. Was werfen die Ernährungsexperten Ihnen vor und wie reagieren Sie darauf?
Winter: Ich bekomme keinen Gegenwind von Experten, sondern nur von Menschen, die sich nach ihren jahrelangen Bemühungen ums Abnehmen in der Leistung herabgewürdigt fühlen. Wer um jedes schwindende Pfund monatelang gekämpft hat, erhofft sich dafür verständlicherweise Anerkennung und keine Belehrung. Ähnliche Reaktionen kenne ich aber auch auf meine Bücher zu den Themen Nichtrauchen oder Alkohol. Es sind üblicherweise nicht Leser, die Bedenken anmelden, sondern vor allem Nicht-Leser, die mit Skepsis reagieren. Wer hingegen ausprobiert, wie leicht man sich aus solchen Mustern befreien kann, ist in der Regel begeistert. Ich glaube, dass die Ernährungslobby genau darauf vertraut, dass sich befreiendes Wissen nur langsam durchsetzt, und daher gar nicht auf meine Bücher reagiert – zumal dies einen Diskurs auslösen würde, dem sie sich stellen müsste.
Zum Glück stärken mir aber auch Fachleute den Rücken: Vom renommierten und überaus kritischen Lebensmittelchemiker und Ernährungsexperten Udo Pollmer bekomme ich für meine Arbeit klaren Zuspruch, ebenso von Ärzten und Ernährungsberatern, mit denen ich im Gespräch bin.

Nicht nur beim Essen, sondern ebenso beim Rauchen oder bei verschiedenen psychosomatischen Symptomen wirken unterbewusste Konditionierungen. Wenn der Schlüssel so einfach zu finden ist, weshalb haben dann gerade Übergewichtige oder „Süchtige“ oft so große Schwierigkeiten, ihre Last(er) loszuwerden?
Winter: Weil es noch immer eine Herausforderung für das Selbstverständnis eines Menschen ist zu begreifen, dass wir alle ein Unterbewusstsein haben, das zum Teil völlig konträr zu unseren bewussten Ansichten und Absichten agiert. Wer mag sich denn schon gerne selbst eingestehen, dass er durch Werbestrategien zu einem scheinbar unsinnigen und schädlichen Verhalten gebracht wurde? Der menschliche Geist neigt dazu, das gesamte eigene Verhalten zu legitimieren, selbst wenn wir unterbewusst Befehlen gehorchen, Suggestionen befolgen oder auch nur aus Trotz das Gegenteil von dem tun, was für uns sinnvoll ist. Der Leidensdruck durch Symptome ist oftmals nicht so hoch wie das schmerzliche Schwächeeingeständnis durch die Erkenntnis, wie leicht die Befreiung hätte sein können. Dennoch glaube ich fest daran, dass der Siegeszug der modernen psychologischen Aufklärung, so wie ich sie betreibe, nicht mehr aufzuhalten ist. Je mehr Menschen verstehen, dass wir voller unterbewusster Programme sind, die man mit Wissen und Reflektion unschädlich machen kann, je mehr die „Psyche an der Freiheit schnuppert“, desto weniger bereit ist man, übermäßiges Leid zu ertragen.

An einer Stelle raten Sie dem Abnehmwilligen, bloß nicht mit Appetit zu essen, da dies den Körper unterbewusst veranlasse, das Gewicht festzuhalten. Aber ist es nicht gerade der Genuss und das gepflegte Ritual, die das Essen wertvoll und das Leben lebenswert machen?
Winter: Das ist doch genau das, was ich einfordere: dass man Essen wirklich als ein Stück normale Lebensqualität annimmt! Aber ein Übergewichtiger tut das nicht  er versucht, sich mit Essen zu entstressen, und schämt sich anschließend dafür. Um also endlich abzunehmen, muss man zunächst erkennen, dass Speisen nur Nährstoffe sind und keine Problemlösung. Wenn ein Übergewichtiger mit Appetit isst, nimmt er zu. Isst er nur, um sich zu ernähren, nimmt er ab – jede Diät beweist das. Ist man erst einmal an seinem Ziel angekommen, haben Speisen nicht mehr die gleiche Bedeutung wie zu Zeiten des Übergewichtes, denn wer mühelos schlank ist, hat keine Angst vor dem Essen – und ohne Angst bleibt man schlank, egal, was man isst.

Abnehmen soll leichter sein als Zunehmen – das Ziel ist jedoch trotzdem das Schlanksein und damit ein vorgegebenes Schönheitsideal. Wäre es nicht eher erstrebenswert, einfach „zu bleiben, wie ich bin“?
Winter: Doch, da stimme ich absolut zu. Aber ist ein Mensch mit einem stressbedingt erhöhten Körperfettanteil denn das, was er wirklich ist? Nein, so behaupte ich. Ein solcher Mensch hat sich von seinem ursprünglichen Lebensweg abbringen lassen. Er hat mit seinem Gefühl und Verhalten reagiert auf erlittene Bevormundung, Verbote, Übergriffe, auf Stressauslöser aller Art. Meine Forderung ist, einen Menschen wieder das sein zu lassen, was er wirklich ist. Jeder Mensch hat das Bestreben, sich konfliktfrei und ohne Erwartungsdruck zu entfalten. Wer diesen Schritt in die Freiheit macht, nimmt an Fett ab, doch das Gewicht ist ihm dann weitgehend gleichgültig. Ich glaube, wer abnehmen will, um einem Ideal zu entsprechen, hat nichts gewonnen. Wer es nicht mehr nötig hat, einem Ideal zu ent- oder widersprechen, wird automatisch als harmonischer und attraktiver empfunden. Ich denke, Frieden kann man nicht mit Kampf erzwingen, Frieden kann man nur leben und ihn damit verbreiten. Dies gilt auch für den Kampf gegen Ablehnung und Kritik. Wer verkrampft versucht zu gefallen, macht sich verdächtig und erntet Misstrauen und Kritik. Wer sich trotzig dagegen wehrt, ebenso. Ein Übergewicht verschwindet von allein, genau wie ein gebrochener Knochen von allein heilt – wenn man ihn lässt. Wer also wohlschmeckende oder gesunde Speisen als ein ganz normales Stück seiner Lebensqualität empfindet – und nicht als Ausnahmezustand, den es zu erkämpfen gilt , ist raus aus dem Kampf gegen die Pfunde. Doch das Speise-Ritual verliert dann an Dringlichkeit und Wichtigkeit. Ich sage meinen Kunden oftmals: „Wenn Sie abnehmen wollen, brauchen Sie ein anderes Hobby – Essen ist dann nur noch eine angenehme Notwendigkeit, aber keine emotionale Rettung."
Abdruck des Interviews mit freundlicher Genehmigung des Mankau Verlags, Murnau a. Staffelsee



Der Autor:
Diplom-Pädagoge Andreas Winter (geb. 1966) leitet als psychologischer Berater das Institut Powerscout in Iserlohn. Sein Ansatz umfasst die Techniken der tiefenpsychologischen Analyse, Elemente der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) und das Arbeiten mit bildhaften Vorstellungen. Andreas Winter ist Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Buchbesprechung: Chinesische Heilkunst




Prof. TCM (Univ. Yunnan) Li Wu
Das Buch der Chinesischen Heilkunst
Bewährtes Heilwissen aus dem Reich der Mitte
* Traditionelle Chinesische Arzneimittel
* Akupressur und Heilmassagen
* Qi Gong und Tai Chi
* Ernährung nach den Fünf Elementen
Murnau 2010, 222 S., 1. Aufl. Dez. 2010,
14,95 € (D), Mankau Verlag


Nutzen Sie das jahrtausendealte, wertvolle Heilwissen aus dem Reich der Mitte. Im Zentrum der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) − einer exakten, systematischen Wissenschaft und ganzheitlich orientierten Heilmethode − steht die Anregung der Lebensenergie Qi. Sowohl in der Behandlung von Alltagsbeschwerden als auch bei schwer therapierbaren Symptomen wie Schmerzen, Stoffwechselkrankheiten und diversen organischen und seelischen Störungen hat sich die fernöstliche Heilkunst als wirksame Alternative oder Ergänzung zur westlichen Schulmedizin bewährt. Der Autor antwortet auf Fragen des Verlags:


Als Grundprinzip der TCM gilt die ganzheitliche Betrachtung des Menschen und die Deutung allen Lebens aus den polaren Gegensätzen Yin und Yang. Wie hat man sich das näher vorzustellen?


Prof. Li Wu: Das Zusammenwirken von Yin und Yang ist die Grundlage der Traditionellen Chinesischen Medizin. Yin bedeutet weiblich, sanft, dunkel, dauerhaft, mit Yang verbindet man männlich, kräftig, hell, spontan. Beide sind den entsprechenden Organen zugeordnet. Die TCM bringt Yin und Yang ins Gleichgewicht, sodass die menschlichen Organe wieder harmonisch  zusammenarbeiten können und der Patient seine Gesundheit zurückerhält.


Sie betrachten die chinesische Heilkunst als wirksame Alternative und Ergänzung der so genannten westlichen Medizin. Für welche Beschwerden gilt dies besonders?


Prof. Li Wu: Die chinesische Heilkunst ist als Alternative oder Ergänzung der westlichen Schulmedizin besonders wirksam gegen chronische Schmerzen, zum Beispiel bei Migräne, HWS- und LWS-Syndrom [Schmerzen der Hals- bzw. Lendenwirbelsäule], Arthrose, Rheuma usw.  Letztlich kennt die TCM für alle Krankheitsbilder Heilungsmethoden.


In der chinesischen Medizin wird der Körper als Energiesystem betrachtet, in dem der Fluss der Lebensenergie (Qi) über die Meridiane verläuft. Wodurch wird dieser Energiefluss negativ beeinflusst und welche Behandlungsmethoden bieten sich für seine Harmonisierung an?


Prof. Li Wu: Es gibt zwölf Meridiane (Energieleitbahnen) in der TCM. Der Fluss der Lebensenergie durch die Meridiane  entscheidet,  ob ein Mensch gesund oder krank ist. Ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung sowie negative Umwelteinflüsse können den Qi-Fluss stören. Um den Qi-Fluss in den Meridianen zu harmonisieren, gebrauchen wir die bekannten Behandlungsmethoden wie Akupunktur, Akupressur, Schröpfen, Moxibustion, Qi Gong, Tai Chi, Kräuterheilkunde und Ernährungstherapie nach den Fünf Elementen.


Die Traditionelle Chinesische Medizin hat sich seit Tausenden von Jahren aus Naturbeobachtung und den spirituellen Grundlagen des Daoismus und Buddhismus entwickelt. Gibt es aktuelle Fortschritte in der Medizin, die die TCM in ihr Diagnose- und Behandlungssystem mit aufnimmt?


Prof. Li Wu: Die Traditionelle Chinesische Medizin war stets für die Methodik anderer medizinischer Richtungen offen und hat gegebenenfalls neue Behandlungs- und Diagnoseverfahren aufgenommen. Dadurch entwickelte sich die TCM auch immer weiter. Heute bedienen auch wir uns beispielsweise medizinischer Apparate, um genau festzustellen, wo die Bandscheibe zwickt. Umgekehrt hilft die TCM der modernen Medizin bei chronischen Schmerzen, bei der Ausleitung von Giftstoffen, bei Allergien etc.


Eine besondere Rolle bei der TCM spielt das Essen, das nicht nur der Ernährung, sondern der Gesunderhaltung und Heilung dient. Was zeichnet eine perfekte Mahlzeit aus und wie gewährleistet man auch heutzutage eine ausgewogene Ernährung?


Prof. Li Wu: Ein altes chinesisches Sprichwort besagt: „Essen ist das Wichtigste, medizinische Therapie spielt nur eine ergänzende Rolle.“ In der TCM spielt Essen eine entscheidende Rolle in der Prävention, also in der Gesundheitsvorsorge. Deshalb gilt ein wichtiges Prinzip für eine ausgewogene Ernährung: An erster Stelle stehen fünf Getreideprodukte (Reis, Weizen, Hirse, Mais und Dinkel), die wiederum durch Obst und Gemüse unterstützt werden; Fleisch und tierisches Eiweiß spielen nur eine ergänzende Rolle und sollten nur in Maßen verzehrt werden. Nach der TCM werden auch die Nahrungsmittel den fünf Elementen Metall, Erde, Holz, Feuer und Wasser zugeordnet. Im Ergebnis bedeutet das:  möglichst viel Getreide, Obst und Gemüse. Die Ernährung nach den Fünf Elementen ist die einfache Grundregel für eine gesunde Ernährung.


Was versteht man genau unter den Fünf Elementen und wie passen diese in die Welt des modernen Menschen?


Prof. Li Wu: Im Bild der TCM trägt jeder Mensch die Fünf Elemente in sich, sowohl physisch als auch psychisch. Die Fünf Elemente beschreiben fünf Organe im Körper: Metall für Lunge, Holz für Leber, Wasser für Niere, Feuer für Herz und Erde für Magen. Wenn die Harmonie der Fünf Elemente hergestellt ist, dann arbeiten diese fünf wichtigen Organe auch harmonisch miteinander. In der modernen Welt jedoch sind Menschen häufig durch unterschiedliche Faktoren belastet. Durch entsprechende Ernährung, eine positive Lebenseinstellung, körperliche Bewegung sowie eine Rückbesinnung auf die Grundlagen des Lebens kann der Mensch wieder zurück zur Balance und somit zu seiner Gesundheit finden.  


(© Mankau Verlag 2010)




Wer seine Beschäftigung mit TCM vertiefen möchte, kann zur neuen Meditations-CD des Autors greifen. Lenken Sie mit dieser Meditation Ihre Gedanken auf die Elemente Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall – diese fünf Elemente sind Ausdruck des Denkens in Kreisläufen und erfassen alle Phänomene und Abläufe der äußeren Natur und im Menschen. Spüren Sie in der Fünf-Elemente-Meditation der Entwicklung des Seins, des Werdens, Wachsens und Vergehens nach und folgen Sie mit fünf Übungen dem Zyklus von: Ich bin – Ich werde – Ich entfalte mich – Ich gehöre dazu – Ich lasse los. 


Prof. TCM (Univ. Yunnan) Li Wu
Fünf-Elemente-Meditationen
Mit einer Einführung von Li Wu
Audio-CD, Gesamtlaufzeit ca. 55 Min.
12,95 € (D) 

Sonntag, 2. Oktober 2011

Buchbesprechung: Zeitenwende - Die postfossile Epoche

Prof. Dr. Dirk Althaus
Zeitenwende:
Die postfossile Epoche
Weiterleben auf dem Blauen Planeten
Murnau 2007, Broschur, 14,95 Euro
313 S., Mankau Verlag


Müssen wir bessere Menschen werden, um als Menschheit auf dem Blauen Planeten überleben zu können? Mit welchem stammesgeschichtlichen Erbe gehen wir in die unausweichlich anbrechende postfossile Epoche? Welche Zukünfte stehen uns für ein Weiterleben offen? Ein Interview mit dem Autor.




Was kennzeichnet das seit rund 250 Jahren andauernde fossile Zeitalter, was hat es der Menschheit „gebracht“?


Prof. Althaus: Das „unermessliche“ Maß an Energiebereitstellung zog einen steilen Aufschwung an Informationsgewinn mit sich (Konrad Lorenz: Doppelhelix „Energiegewinn – Informationsgewinn“, aus: „Die Rückseite des Spiegels, 1977). Ein Erfindungs- und Entwicklungsboom kennzeichnet diese Zeit, leider auch eine Sorglosigkeit des Überschwangs im Umgang mit Energie und Materie. Wir sind damit technologisch sehr gut auf die postfossile Zeit vorbereitet, müssen aber wieder das „Haushalten“ lernen.


In wenigen Jahrzehnten werden die fossilen Energiequellen – vor allem Öl, Gas und Kohle – erschöpft sein. Welche Änderungen bringt die postfossile Zeit mit sich, wie geht es weiter?


Prof. Althaus: Zunächst: Die CO2-Hysterie endet automatisch in der postfossilen Zeit. Längst hätte man die edlen Kohlenwasserstoffe Kohle, Öl und Gas in ihrer hohen thermodynamischen Ordnung belassen müssen, um sie in der Industrie als Rohstoffe zu verwenden, statt mit der Verbrennung maximale Entropie, das ist der materielle Niedergang zur Unordnung, zu betreiben.
In der postfossilen Zeit ist Energie nur oberirdisch zu gewinnen: Sonnenstrom (Photovoltaik), Sonnenwärme (Photothermie) und Biomasse (Photosynthese). Es wird künftig in der Bauleitplanung als „Schürfrecht“ für Energieversorgung eine Energieflächenzahl (EFZ) geben, die Verschattung zur solaren Energiegewinnung sichert. Bei effizienter Gestaltung unseres Lebensraums ist die solare Strahlungsenergie auch in den gemäßigten Breiten für ein angemessenes Leben ausreichend. Langfristig wird eine Migration der Industrie und nachfolgend der Hochkultur in solare Zonen erfolgen. Kultur folgt den Ressourcen, wahrscheinlich nach Afrika, wo am meisten Land unter der Sonne ist.


Blicken wir in eine düstere Zukunft oder sehen Sie in dieser Entwicklung auch Chancen ...?


Prof. Althaus: Wenn wir in eine düstere Zukunft blicken, wird sie auch eintreten. Mich erinnern die Kassandrarufe aus allen Sparten der Gesellschaft an die Voraussagen über die erste Eisenbahnfahrt 1835 von Nürnberg nach Fürth: „Die rückwärts sitzenden Passagiere werden ersticken, weil der Fahrtwind ihre Lungen leer saugt, den Passagieren in Fahrtrichtung aber werden die Lungen platzen“ – und das bei 20 km/h.
Die neue postfossile Zeit wird sicher große Veränderung mit sich bringen, die zu den anderen großen Veränderungen – zum Beispiel der Globalisierung oder dem Aufkommen neuer ökonomischer Großmächte – hinzukommt. Düster könnte nur der Kampf um die fossilen Reste werden.
Nein, das Leben kann viel schöner werden als bisher. Wir essen, trinken, atmen nicht mehr unseren eigenen Müll (pfui Deibel), bleiben gesund, werden fröhlich, arbeiten weniger, haben Zeit, Muße, Gelassenheit und leben in großen Gemeinschaften mit vielfältigen Aufgaben und Vorteilen.


Müssen wir bessere Menschen werden, um angesichts von Klimawandel, Rohstoffausbeutung und Bevölkerungswachstum auf unserem Planeten Erde zu überleben?


Prof. Althaus: Nein, das können wir gar nicht! Bessere Menschen zu predigen ist nicht hilfreich. Eines aber müssen wir wieder lernen: die penetrante Anspruchshaltung der anonymen Gesellschaft gegenüber ablegen. In der Natur hat kein Lebewesen Ansprüche an seine Gruppe, nur Pflichten. Ich nenne das zukunftsweisende Verhalten der Menschen in der Gesellschaft „DIOGENESIS“ – Schöpfung des Weniger (Diogenes + Genesis) – und schreibe gerade über diese Lebenskunst mit Zukunft.
Dem Klimawandel entgehen wir nicht. Das ist normale Erdgeschichte, auch unser Anteil daran ist Ökologie und der wird in der postfossilen Zeit mangels Masse schwinden. Statt zu jammern wäre ingeniöse Phantasie und ein wenig mentale Mobilität angebracht, den Lebensbereich bei Veränderungen zu wechseln, wie es in der Natur selbstverständlich ist. Nicht umsonst haben alle Holländer, deren Land als erstes unter Wasser steht, vorsichtshalber schon einmal Wohnwagen.
Der Rohstoffausbeutung wird – nach dem Vorbild der Nahrungskette – materielle Kreislaufwirtschaft folgen, wenn Bergen und Deponieren teurer als Recycling werden. Auch das hilft der sauberen Lebenswelt.
Die als immer ansteigend postulierte Populationsdynamik flacht bei uns bereits ab. Das ist natürlich, wenn die Dichte die Leistungsfähigkeit des Lebensraums übersteigt, auch die soziale Leistungsfähigkeit. Das exponentielle Bevölkerungswachstum ist schon mehrmals nicht eingetreten. Je mehr uns Automaten und Roboter dienen, umso weniger Menschen sind in der arbeitsteiligen Welt erforderlich, und die erforderlichen müssen von hoher Bildung sein.
Wir können fröhlich auf dem Blauen Planeten weiterleben.


Warum beschäftigen Sie sich mit diesen Fragen? Wie kamen Sie dazu, gar ein eigenes Modell für das Menschsein in der postfossilen Epoche des Blauen Planeten zu entwickeln?


Prof. Althaus: Es begann 1973, als wir am Institut für Industrialisierung des Bauens (Helmut Weber) in Hannover serienmäßig Sonnenkollektoren auf Fertighäusern anboten und Stadtbausysteme entwickelten, die wir als Baukastensystem mit hoher Flexibilität aller Bauteile in ihrer Ordnung wiederverwendbar gestaltet haben. Forschung für das Umweltbundesamt wurde in dem Standardwerk „Ökologisches Bauen“ (1982) veröffentlicht.
Wohl ahnend, wie es in der menschlichen Gesellschaft laufen könnte, beschäftigt mich seither die Frage, warum es nicht so läuft, und es gibt ganz natürliche Hinweise, dass es nicht so laufen kann. Diese Hinweise und den unwiederbringlichen Gang der Zeit wohl beachtend mache ich als Architekt Entwürfe für neue Welten, die versuchen, eine Harmonie zwischen uns und dem Rest der Welt in Zukunft herzustellen. Je länger ich mich mit dieser Thematik beschäftigt habe, umso einfacher wurde das Modell. Fertig ist es noch lange nicht.


(© Mankau Verlag, Mai 2007)

Samstag, 10. September 2011

Buchbesprechung: Wie Sie ihr Gehirn auf Erfolg einstellen

Wie kommt es, dass Kleinkinder hochkomplexe Fertigkeiten wie Laufen und
Sprechen ganz leicht erlernen, während sich Erwachsene beispielsweise eine
Fremdsprache oft nur mit Mühe aneignen?

Mittwoch, 27. Juli 2011

Buchbesprechung: Krebszellen mögen keine Sonne

Bildunterschrift hinzufügen
Prof. Dr. med. Jörg Spitz / William B. Grant, Ph. D.
Krebszellen mögen keine Sonne
Vitamin D – der Schutzschild gegen Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen
Murnau 1. Aufl. 2010, Broschur, vierfarbig, 157 Seiten
Prof. Dr. med. Jörg Spitz
12,95 € (D), Mankau Verlag

Im April 2011 hat unter dem Titel "Vitamin D Update 2011" im Charité-Universitätsklinikum Berlin ein in Deutschland bislang einmaliges Ereignis stattgefunden: Unter der Leitung der beiden Vitamin D-Experten Prof. Reichrath (Homburg/Saar) und Prof. Spitz (Schlangenbad/Wiesbaden) haben 22 nationale und internationale Referenten (darunter fünf Experten aus den USA und Kanada) mehr als 300 Ärzte und andere Heilberufler nach Berlin gelockt. Gastgeber war die gemeinnützige Deutsche Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (www.dsgip.de).


William B. Grant, Ph. D.
In einer gemeinsamen Presseerklärung stellen die Experten einen weltweiten Mangel am "Sonnenhormon" Vitamin D fest. Dieser gründet insbesondere auf Veränderungen des Lebensstils infolge des technischen Fortschritts; jedoch ist es auch die Angst vor Hautkrebs, die dazu führt, dass sich viele Menschen zu wenig in der Sonne aufhalten. Nach Einschätzung der Experten verschärft der vorherrschende Vitamin-D-Mangel die Gesundheitsprobleme, die durch die bereits bekannten Defizite bei Ernährung und Bewegung auftreten. Denn Vitamin D senkt das Krebsrisiko und unterdrückt das Wachstum bösartiger Tumore. Außerdem schützt es vor Rachitis und Diabetes, verlangsamt Knochenschwund, kräftigt die Muskulatur, fördert das Immunsystem, produziert körpereigene Antibiotika, schützt die Nervenzellen (auch vor Multipler Sklerose) und senkt den Blutdruck.


Die Experten appellieren daher für einen verantwortungsvollen Umgang mit Sonne und Haut sowie für eine grundsätzliche und ausreichend hochdosierte Versorgung mit Vitamin D all derer, die es mit der Sonne alleine nicht schaffen – aus welchem Grunde auch immer. Ebenfalls empfohlen wird, seine Vitamin-D-Reserven im Blut bestimmen zu lassen, um eine Entscheidungsbasis für seine Handlungen zu haben.

(http://www.youtube.com/watch?v=qa52Inlo25w)

www.dsgip.de