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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Sonntag, 8. September 2013

Dichterhain: Heldengedicht an einen Edlen (George Doubleu B.) von Hermann Mensing



Heldengedicht an einen Edlen

Furchtloser Blick, mit dem du Sorgen heilst
packend dein Wort, das vor der Lüge eilt
erschreckend klar und hilfreich deine Sicht der Dinge
du fängst selbst unbekannte Feinde mit der Schlinge.
Und deine Mannschaft, hoch ist ihr IQ
noch höher fast als der IQ von DU
so hoch, dass man nur Gutes von Euch hört
wenn auch nicht jeder Kluge auf Euch schwört.
Wie du stahlhart im Blick das Ziel hast
und wie der kleinste Einwand schnell verbli-blasst
und wie geschickt du uns die Wahrheit sagst
und wie geschmeidig du die wagemut'gen Taten wagst.

Man kann nur froh sein, dass es dich und deinesgleichen gibt
die ohne Hoden hätten diesen Fall bestimmt versiebt
sie hätten nie gesehn, was dir in Florida längst klar war
dass da viel Geld und noch mehr Geld für alle da war.
Ich schließe nun und bete still für deine Ejakulationen
und hoffe, dass auch and're Gen'rationen
sich noch vor Stolz und Ehrfurcht an die Stirne schlagen
wenn sie sich in die Halle deines Ruhmes wagen.

(c) Hermann Mensing

Mittwoch, 20. März 2013

Buchvorstellung: MIT HERZLICHEN GRÜSSEN von Andrea Bajani



Haben Sie schon mal diesen bittersüßen Beigeschmack eines freundlichen Entlassungsschreibens wahrgenommen? Der wohlwollende, aber ablehnende Grundton, vielleicht auch einfach aus dem Team höflich hinausgeleitet, die Gründe verschleiert, beschönigt?

Was wäre, wenn ein Betrieb tatsächlich anfinge, wahre Lobeshymnen zu schreiben, so dass die Gefeuerten gar nicht merkten, dass sie gekündigt sind? Genau darum geht es in dem ungewöhnlichen Roman von Andrea Bajani.  In einem von der Firmenleitung angeregten Wettbewerb sticht ein junger Kollege alle anderen aus. Der Erzähler wird zum Nachfolger des gefeuerten Verkaufsleiters und übernimmt dessen Stil. Er multipliziert die Freundlichkeit, ist gefesselt von der Persönlichkeit des Entlassenen und versucht in dessen Leben einzutauchen ... Seine maßgeschneiderten honigsüßen Briefe überzeugen durch ihre brillante Rhetorik und vermitteln dem Empfänger, dass seine Entlassung nur zu seinem eigenen Besten geschehe. Fortan ist er der neue Stern am Firmenhimmel, mit seiner Karriere geht es steil bergauf – seinen Kollegen gilt er nur noch als der »Killer«. Zunächst ist ihm der Erfolg unangenehm, doch bald werden die Arbeitsbedingungen immer aberwitziger. Eines Tages wird er unerwartet zum Ersatzvater der Kinder des Ex-Verkaufsleiters, der im Krankenhaus liegt. Einmal im Monat pflegen sie ein Eingeborenen-Dinner, und dem muss sich nun auch der neue Papa fügen. Sie speisen splitternackt und jeder darf sich benehmen, wie er will. In seinem Privatleben bricht fröhliche Anarchie aus und er entdeckt, dass es auch ein Leben außerhalb der Firma gibt ...


Andrea Bajani
Mit herzlichen Grüßen
Aus dem Italienischen von Pieke Biermann
144 Seiten
8,90 € [D]

Dienstag, 2. Oktober 2012

Dichterhain: SCHEIN von Felicitas Göbel







Ein Lügengeflecht
Schein deiner süßen Worte
Karnevalsmaske

© Felicitas Göbel, Münster/Hessen
(Verein für Lesen & Kultur für alle e.V., Münster, Hessen)

Freitag, 29. Juni 2012

Buchbesprechung. Wie man jede Lüge erkennt

Pamela Meyer
Wie man jede Lüge erkennt:
Zeichen verstehen, Täuschung durchschauen, Wahrheit ermitteln

München 2011, 280 Seiten, Broschur,
EUR 17,99, mvg Verlag


Ich weiß, dass du lügst!


Wir werden jeden Tag im Schnitt fast 200-mal belogen. Dennoch sind Menschen unglaublich schlecht darin, Lügen zu erkennen: Unsere Erfolgsquote liegt bei nur 52 %, also kaum besser, als wenn wir einfach eine Münze werfen würden. Mit diesem Buch können wir etwas dagegen tun: Durch die Verknüpfung von drei Disziplinen – Gesichtserkennungstraining, Befragungstraining und einer umfassenden Studie über Betrugstechniken – erhalten wir das umfassende und entscheidende Wissen, wie wir Lügen entlarven und die richtigen Informationen herauslesen können.
In diesem Buch dürfen Sie mal wieder Detektiv und Entlarver sein, nicht nur was die Körperhaltung angeht.

Mit Meyers BASIC-Methode lernen wir Schritt für Schritt, wie wir in Zukunft Lügner sofort identifizieren, und erhalten darüber hinaus erprobte Vorgehensweisen und Techniken, wie wir künftig zuverlässig die Wahrheit herausfinden können. Denn Hinweise auf Unwahrheiten und Betrügereien gibt es überall – wir müssen nur die Geheimsprache der Gesten, Gefühle und Schlüsselwörter verstehen.

Pamela Meyer ist die Gründerin von Simpatico Networks, einer der führenden Firmen, die soziale Netzwerke im Internet betreiben. Sie hat einen MBA in Harvard absolviert und ist zertifizierte Betrugssachverständige. Sie ist umfassend ausgebildet in Interview- und Befragungstechniken, der Interpretation von Mikroexpressionen des Gesichts und der Körpersprache sowie der Analyse von Aussagen und Verhalten. Für das Buch "Wie man jede Lüge erkennt" hat sie mehrere Jahre mit einem Forschungsteam zusammengearbeitet und eine umfassende Studie über Lügen und Betrug zusammengestellt.

LESEPROBE:
Steve Marks, ein Risikokapitalanleger aus Nord-Kalifornien, hatte ein gutes Gefühl, als er im Herbst 2005 das Büro des Geschäftsführers betrat. Er war zu Gast bei einer jungen, aufstrebenden Firma für Computeranimationen, um herauszufinden, ob es sich lohnen würde, in diese zu investieren. Sie schienen auf Anhieb gut zusammenzupassen. In der Firma, die in San Franciscos angesagtem Stadtteil South of Market gelegen war, traf er auf modebewusst gekleidete junge Animatoren, die eifrig an ihren Schreibtischen arbeiteten und mit energischen Schritten die lange, offene Bürofläche überquerten.
Marks war vom Enthusiasmus der Angestellten und der produktiven Atmosphäre des Ortes begeistert. Genau das war es, was ihm vorgeschwebt hatte. Ihm war bekannt, dass die Firma ihre Produktionskosten um 40 Prozent des branchenüblichen Durchschnitts gesenkt hatte. Ein Teil der Arbeit wurde nach Fernost ausgelagert, was ideale Voraussetzungen dafür schaffte, den Markt in ein paar Jahren zu beherrschen. Die Zahlen sahen gut aus – nun musste er sich nur noch vergewissern, dass der Geschäftsführer genügend Weitsicht besaß, um das Unternehmen zu einer sicheren und einträglichen Investition zu machen.
Der CEO verschwendete keine Zeit mit einer formalen Präsentation. Vielmehr führte er Marks durch die diversen Räumlichkeiten, wies auf verschiedene Aspekte der Arbeit hin und beantwortete Marks’ Fragen quasi im Vorbeigehen. Diesem fiel auf, dass er hastig sprach und manchmal einige Wörter durcheinander brachte, ansonsten aber wirkte er selbstbewusst und gefasst. Er war eindeutig stolz auf das, was seine Firma in so kurzer Zeit erreicht hatte, und Marks konnte sehen warum. Nach der Besichtigung bedankte er sich beim Geschäftsführer und ging zu den Aufzügen. Er war sich praktisch sicher, dass er mit guten Nachrichten ins Büro zurückkehren würde.
Auf seinem Weg zum Ausgang passierte er einen Schreibtisch, an dem eine ganz in Schwarz gekleidete junge Frau saß. Mit ihrer Lederweste und dem Nasenring wirkte sie auf ihn eher wie eine partyfreudige Nachtschwärmerin als eine gewissenhafte Büroangestellte – was aber auch nicht weiter ungewöhnlich war, denn schließlich handelte es sich um eine junge, unkonventionelle Firma.
Marks hielt inne und beobachtete die Frau, die angestrengt auf den Bildschirm starrte.
»Woran arbeiten Sie denn gerade?«, fragte er beiläufig.
Die junge Frau sah ihn an.
»Woran ich gerade arbeite? Ach, nur so eine Softwaregeschichte«, entgegnete sie.
Sie unterhielten sich eine Weile über unverfängliche Themen, bis Marks sich schließlich verabschiedete. Er hatte es sich anders überlegt. Er wusste, dass er nun doch nicht in die Firma investieren würde. Marks schritt geradewegs zurück ins Büro des Geschäftsführers, doch diesmal wollte er ihm einige völlig andere Fragen stellen. Es dauerte nicht lange, bis er die Gewissheit erlangt hatte, dass die junge Frau und viele der anderen »Firmenangestellten« in Wirklichkeit Schauspieler waren.Sie waren für Marks’ Besuch engagiert worden, um den Eindruck von Geschäftigkeit und florierendem Unternehmertum zu erzeugen – das Gegenteil von dem, was tatsächlich der Fall war: Tatsächlich stand die Firma kurz vor der Insolvenz. Marks war somit Zeuge geworden, wie die Schauspieler Honorare einstrichen, die eigentlich für ein Personal bestimmt waren, das gar nicht existierte. Mehr noch, er hatte es vermieden, eine überaus schlechte Investition zu tätigen.
Wie war ihm das gelungen? Bevor wir die Verhaltensweisen besprechen, die Ihnen helfen, Täuschungen zu entlarven (siehe hierzu die Kapitel drei, vier und fünf), sollten wir uns zunächst einen größeren Überblick über das Phänomen der Lüge und ihre verschiedenen Spielarten verschaffen.

Von Lügen umgeben
Steve Marks’ Geschichte ist nur ein schillerndes Beispiel für jene Art von Täuschungen, die uns tagtäglich begegnen. Nur allzu oft hören wir in den Medien von Menschen, deren Vertrauen missbraucht wurde – von einem unehrlichen Börsenmakler, Anlageberater, Angestellten oder von einem Vorstandsmitglied, das Informationen an die Presse durchsickern ließ, sowie von den fatalen Konsequenzen, die dieser Vertrauensbruch mit sich brachte. Und wenn Ihnen die Fülle an schlechten Nachrichten nicht ausreicht, um sich verwundert die Augen zu reiben und zu fragen: »Könnte mir das auch passieren?«, dann sollten Sie sich einmal die folgenden Statistiken vor Augen führen:
– Jeder vierte Amerikaner findet es legitim, seine Versicherungsgesellschaft zu belügen.(2)
– Ein Drittel aller Bewerbungsschreiben enthält vorsätzlich falsche Informationen.(3)
– Jeder fünfte Angestellte in den USA gibt an, ihm sei bewusst, dass am Arbeitsplatz betrügerische Machenschaften an der Tagesordnung sind. (4)
– Über 75 Prozent aller Lügen bleiben unerkannt. (5)
– Täuschungen und Betrügereien kosten die Geschäftswelt der Vereinigten Staaten jährlich 994 Milliarden US-Dollar – was in etwa 7 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts entspricht. (6)

Samstag, 28. April 2012

Buchbesprechung: WIE MAN JEDE LÜGE ERKENNT


Pamela Meyer
Wie man jede Lüge erkennt
Zeichen verstehen, Täuschung durchschauen, Wahrheit ermitteln
München 2011, 288 Seiten, gebunden,
17,99 € (D), mvg Verlag


Wie erkenne ich, dass mich mein Partner, meine Eltern, meine Kinder oder meine Freunde anlügen? Wir werden jeden Tag im Schnitt fast 200-mal belogen. Dennoch sind Menschen unglaublich schlecht darin, Lügen zu erkennen: Unsere Erfolgsquote liegt bei nur 52 %, also kaum besser, als wenn wir einfach eine Münze werfen würden. Mit diesem Buch können wir etwas dagegen tun: Durch die Verknüpfung von drei Disziplinen – Gesichtserkennungstraining, Befragungstraining und einer umfassenden Studie über Betrugstechniken – erhalten wir das umfassende und entscheidende Wissen, wie wir Lügen entlarven und die richtigen Informationen herauslesen können.

Mit Meyers BASIC-Methode lernen wir Schritt für Schritt, wie wir in Zukunft Lügner sofort identifizieren, und erhalten darüber hinaus erprobte Vorgehensweisen und Techniken, wie wir künftig zuverlässig die Wahrheit herausfinden können. Denn Hinweise auf Unwahrheiten und Betrügereien gibt es überall – wir müssen nur die Geheimsprache der Gesten, Gefühle und Schlüsselwörter verstehen.



Eine Leseprobe steht Ihnen hier zur Verfügung. http://www.mvg-verlag.de/mediafiles/articles/pdfdemo/978-3-86882-221-2.pdf


Pamela Meyer ist die Gründerin von Simpatico Networks, einer der führenden Firmen, die soziale Netzwerke im Internet betreiben. Sie hat einen MBA in Harvard absolviert und ist zertifizierte Betrugssachverständige. Sie ist umfassend ausgebildet in Interview- und Befragungstechniken, der Interpretation von Mikroexpressionen des Gesichts und der Körpersprache sowie der Analyse von Aussagen und Verhalten. Für das Buch Wie man jede Lüge erkennt hat sie mehrere Jahre mit einem Forschungsteam zusammengearbeitet und eine umfassende Studie über Lügen und Betrug zusammengestellt.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Buchbesprechung: Die Tricks der Politiker

Thomas Hofer
Die Tricks der Politiker
Wien 2010, 253 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag,
22,95 €, Verlag Carl Ueberreuther


Der Autor Dr. Thomas Hofer M.A., ist einer der bekanntesten Politikberater Österreichs. Er analysiert politische Geschehen in Printmedien und im Fernsehen und hat schon mehrere Bücher veröffentlicht, z.B. "Obama. Der schwarze Visionär - Zeitenwende für die Weltpolitik?" In einer groß angelegten Betrachtung vergleicht er die österreichischen Politspielchen mit denen der großen US-amerikanischen Politiker, Kennedy, Reagan, die Clintons, Bush, Obama. Was SPÖ und ÖVP, FPÖ und die Demokraten wie Republikaner der USA mit allen anderen Politikern (z.B. aus D) verbindet ist ihre strategische, berechnende, stimmenbringende Vorgehensweise mit rhetorischen, taktischen, emotionalen, vernünftig klingenden Schachzügen bis hin zur vollkommenen Opferung der Wahrheitsinhalte. Nicht mehr die Sachverhalte zählen, sondern allein die Vermarktung der Person, das Stimmeneinfahren, das Auftreten zum richtigen Zeitpunkt, das Sicheinschmeicheln in die Wählergunst. Mal sanft argumentierend, mal den diktatorischen Redner in den Schatten stellend, mal turnend am Kletterseil oder mal Bob fahrend, bei der WM dabei sein und Gratulationen entgegen nehmend, als ob es die eigene Partei wäre, die den Sieg erringt... unser Kandidat kann alles, ist immer und überall dabei, will die Macht und das Einkommen, die fette Pension im Alter.
Politiker setzen Kalkül ein, die Macht der Emotionen, sie erzählen Geschichten, deren Wahrheitsgehalt oft nicht überprüfbar ist - Reagan schaffte es, die Sozialhilfeempfänger durch eine Lügengeschichte derart zu verunglimpfen, dass die Wähler landauf und landab in den USA die Hilfeempfänger als Bösewichte und Betrüger betrachteten, obwohl seine Erfindung der multikriminellen Bezieherin nicht überprüfbar war. Sie existierte nicht einmal! Außerdem war die Stütze nirgends so hoch. Archetypen und Mythen des Alltags wie "Gut gegen Böse", "Allein gegen die Mafia", "Der Retter/Beschützer/David ist da", "Der Mythos der Gestrandeten, die sich wieder aufrichten", "Der Weg vom Slum ins Paradies" und "Die goldene Zukunft" werden wieder und wieder bemüht, die Realität neu erfunden und eingefärbt. Der politische Gegner wird desavouiert, entkleidet und lächerlich gemacht, in einen Hinterhalt gelockt und ausgeknockt oder als Krimineller an die Wand gepinnt.
Der Autor zeigt uns übersichtlich und vollständig die fünf wichtigsten Prinzipien für Politstrategien, die zehn Narrative der Macht, die fünf Gebote für Politstorys, die Top 10 des Negative Campaigning (emotionalisieren, Gegner schwächen, Wähler täuschen und Angriffe durch unbekannte Dritte ausführen lassen) und last not least die Reaktionen der Angegriffenen. Und hier finden wir ebenfalls das tägliche und ennervierende Schauspiel im TV, in den Zeitungen und Zeitschriften, das Millionen von Menschen unterhält, ernährt und das Abendprogramm füllt, dabei Hundertausende von Mitarbeitern  s e h r  gut bezahlt und im Endeffekt nur entsetzlich auf den Keks geht: Manche sind der Meinung, das sei Demokratie. Das Medienspektakel als gelebte Demokratie. In Wahrheit keine Demokratie mehr auszumachen, so einfach kann Veräppelung sein.
Politiker ignorieren Attacken entweder oder sitzen die Holperstrecke aus oder sie leugnen und stellen richtig, sie entschuldigen sich, zeigen Reue, spielen die Opfer und reden nur über den Angriff statt über die Inhalte, sie schlagen mit gleichen, ähnlichen oder stärkeren Mitteln zurück oder immunisieren sich und die Wähler durch Vorwegnahme der Negativargumente. Die Strategen im Hintergrund operieren mit einer klar gegliederten Kommunikationsstrategie, die immer neu revidiert und verändert wird, aber im Grundzug eben Masche bleibt. So haben wir Sieger und Besiegte, aber oft keine Veränderungen, die wichtiger wären.
Ein wichtiges Buch, das uns die Augen öffnet für die Propagandamaschine Politik und warum die wesentlichen Probleme nicht gelöst werden können.



Horst-Eberhard Richter
Die hohe Kunst der Korruption. Erkenntnisse eines Politikberaters.
Hamburg 1989, 255 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Hoffmann und Campe

Wer ein Stück weiter gehen möchte und gar von Korruption sprechen, der ist mit dem Klassiker des Psychoanalytikers Horst-Eberhard Richter "Die hohe Kunst der Korruption". Erkenntnisse eines Politikberaters" sehr gut bedient. Was unsere Politiker oft auszeichnet ist - um es mit Friedrich Nietzsche zu sagen - "Der Gewissensbiss ist, wie der Biss des Hundes gegen den Stein, eine Dummheit." In seiner Realsatire macht Richters imaginärer Politikberater sich zum engagierten Fürsprecher der Korruption. Nach Schilderung seines Werdeganges legt er systematisch dar, warum er Korruption für ein unentbehrliches Herrschaftsmittel der Führungsschicht hält. Ohne Korruption sei die Führung der Massen nicht mehr denkbar. Der Berater widmet sich auch der Fortbildung von Führungskräften, um die ars corrumpendi zu vervollkommnen...


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