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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Samstag, 5. Mai 2018

Trier: 200 Jahre Geburtstag von Karl Marx - Stadtkasse enorm entlastet

(c) standard.at

Unser aller liebster Trierer Jong Karl Marx hat heute 200. Geburtstag. Seit Wochen laufen die Blätter heiß. Das bekennend marxistische China hat Trier großzügigerweise eine Monumentalstatue zum Geburtstag des größten und schlausten Systemkritikers der Geschichte geschenkt und zum 170. Jahrestag des Kommunistischen Manifestes. Wer heute noch feiern will kann das auf einem Fest rund um Karl.

Mit allen Ehren wurde das Denkmal bereits enthüllt. Fünfeinhalb Meter Karl Marx gehören nun zum Stadtbild von Trier. Wie der SPIEGEL schreibt hat das Reich der Mitte in typischer Kundenfreundlichkeit ein aus Kunstfaser gefertigtes, rotes Tuch für den Tag der Enthüllung beigelegt. Der Kunde soll rundum zufrieden sein und ist es auch.

Malu Dreyer, Andrea Nahles und der Vizeminister des Informationsbüros des Staatsrates der Volksrepublik China, Guo Weimin, waren an der Enthüllung beteiligt. Das schon lange fehlende Denkmal steht auf einem Platz nahe der Porta Nigra. Andrea Nahles hat dann auch Farbe bekannt und darauf hingewiesen, dass Marx Teil der sozialdemokratischen Geschichte sei. Bis zum Godesberger Programm von 1959 habe sich die SPD als eine marxistische Partei verstanden. 

Der Widerstand der deutschen Arbeiterbewegung gegen die Nazis war wesentlich vom marxistischen Denken und Wunsch nach Freiheit getragen. Die Anhänger des diktatorischen Kommunismus als einer Teilgruppierung der Arbeiterbewegung übersahen allerdings geflissentlich, dass Stalin alles andere als Freiheit beabsichtigte und praktizierte. Sarah Wagenknecht weist darauf hin, dass Marx Demokratie wollte und keine sozialistische Planwirtschaft. Und die Befürworter der sozialen Marktwirtschaft wollen Marx ehren, aber keine der bislang und zukünftig in seinem Namen verwirklichten Staatsformen in unserem Land etabliert wissen.
"Aufbruch", UniCampus Jahnallee, Leipzig 2014 (c) wikipedia

Er spaltet die Theoretiker und Politiker, die Nationen und Weltmächte, bis hin zu kalten und heißen Kriegen, aber hat mit am besten, vor allem initial die ausgeklügelte Ausbeutung des Kapitalismus analysiert, um hart arbeitenden Menschen die Unterwerfung, Verknechtung und sogar Versklavung klar zu machen, die ihnen in ausbeutenden Systemen zuteil werden. Alle demokratischen Bemühungen, Lohnarbeit humaner zu gestalten, sind im Endeffekt ein Schritt auf Marx zu. Andererseits sind alle Formen der modernen Industriearbeit wie auch Dienstleistungstätigkeit grundsätzlich nicht für den Marxismus geschaffen. Mit diesem Widerspruch feiern wir Marx als Theoretiker.

Im Süden des Bundeslandes finden derweil Demonstrationen gegen rechtsradikale Gruppierungen sowie gegen „Gegen Gewalt und Verbreitung von NS-Gedankengut“
statt. In Kandel demonstrieren diesbezüglich etwa 500 Menschen. 

Eine Wanderung der Patrioten (AfD-nah mit Sarrazin, Meuthen etc., organisiert von Max Otte, CDU) hat am Morgen Richtung Hambach anlässlich 186 Jahre Hambacher Fest (1832) begonnen. Polnische Fahnen waren neben der obligatorischen persönlichen Veranstaltungsflagge Deutschlands zu sehen. Gegen Gewalt und die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankengutes wird die Polizei "frühzeitig und konsequent einschreiten“. Es sollen 1000 Polizeikräfte eingesetzt sein.