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Mittwoch, 1. März 2017

Letzte Woche im Mousonturm Frankfurt am Main: Bloody, medium oder durch

(c) Ute Langkafel

„Wenn ein Menü 5 Euro kostet, kannst du davon ausgehen, dass die Leute in der Küche 3,50 Euro die Stunde bekommen.“ 


Arbeitsbedingungen in der Gastronomie, 
Grenzziehungen und die europäische Krise. 
Ein Küchen-Drama mit Schauspieler*innen und Gastroexpert*innen 


Anestis Azas (Athen):
Bloody, medium oder durch
Theater von Anestis Azas und Ensemble 
Koproduktion von Künstlerhaus Mousonturmvom & Ballhaus Naunynstraße gGmbH

Arbeit in der Küche – Traumjob, Durchgangsstation oder Sackgasse? Oft ist der Job in einem Restaurant die erste Station für Menschen, die neu nach Deutschland kommen. Wer kein Deutsch spricht, wäscht in der Küche Teller; wer die Sprache beherrscht, darf in den Service. „Wenn ein Menü 5 Euro kostet, kannst du davon ausgehen, dass die Leute in der Küche 3,50 Euro die Stunde bekommen“, verrät ein ehemaliger Koch. Trotz gesetzlichen Mindestlohns! Die Küche ist ein Ort der Dramen, eine Mikrogesellschaft im Ausnahmezustand, ein Sprungbrett in ein hoffentlich neues Leben! Spitzengastronomen und Kiezwirte, Selfmade-Frauen und Tellerwäscher, Großküchenbetreiber und Runner – ihre Erfahrungen bilden die Zutaten für dieses fiktiv-dokumentarische Gastmahl um eine Transitgeneration zwischen dem Recht auf den eigenen Lebensentwurf, Mindestlöhnen und Überlebenskampf in einem Sektor, in dem es immer Arbeit und Unterbezahlung geben wird.
Der Regisseur Anestis Azas, der zwischen Athen und Berlin arbeitet und mehrfach am postmigrantischen Theater Ballhaus Naunynstraße Berlin inszeniert hat, kam erstmals an den Mousonturm. Mit aufwendigen Recherchen und dem Ansatz, Alltagsheroinnen und -heroen mit Schauspielerinnen und Schauspielern gemeinsam agieren zu lassen, gelingt es Azas, brisante soziale Situationen auf der Bühne zu verhandeln und die Ordnungs- und Ausschlussmechanismen unserer Gesellschaft theatral zur Schau zur stellen. So zuletzt mit Clean City die Situation von Reinigungskräften in Griechenland und mit Farmakonisi, das bei der Wiesbaden Biennale 2016 zu sehen war, Migrationsbewegungen in einem Europa der Krise.

In Deutsch und Englisch mit Übertitel in Deutsch und Englisch * Von und mit Anestis Azas und Ensemble * Regie: Anestis Azas * Bühne und Kostüm: Michaela Muchina * Soundtrack: Michail Fotopoulos * Dramaturgie: Alina Spachidis * Video: Mehmet Can Koçak * Mit: Nizar Basal, David Boylan, Michail Fotopoulos, Kaoru Iriyama, Nicole Sartirani * Eine Koproduktion von Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße gemeinnützige GmbH und dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main, gefördert durch die Einzelprojektförderung des Landes Berlin * Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.